Funkstandard Mit Ultrabreitband um Hindernisse funken

Von Holger Holzer/SP-X 1 min Lesedauer

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Viele Smartphones und einige Autos funken bereits mit Ultrabreitband. Die Technik eignet sich auch für die Verkehrssicherheit.

Kia und Hyundai haben die neue Sicherheitstechnik „Vision Plus“ vorgestellt.(Bild:  Hyundai)
Kia und Hyundai haben die neue Sicherheitstechnik „Vision Plus“ vorgestellt.
(Bild: Hyundai)

Klassische Assistenzsysteme im Auto sehen nur bis zum nächsten Hindernis. Kia und Hyundai haben eine neue Sicherheitstechnik für Pkw und Nutzfahrzeuge vorgestellt: „Vision Pulse“ soll Hindernisse auch dann erkennen, wenn diese nicht direkt in Sichtlinie liegen. Das System nutzt Ultrabreitband-Technik, UWB, um Objekte in Echtzeit zu orten und bei Kollisionsgefahr zu warnen.

Kern der Technik ist eine Funk-Positionsbestimmung über kurze Distanzen: In die Fahrzeuge integrierte UWB-Module senden kontinuierlich Signale nach draußen. Befinden sich in der Umgebung andere Verkehrsteilnehmer oder Objekte mit UWB-Modulen – etwa andere Fahrzeuge, aber auch Smartphones, Wearables oder Tracker –, lässt sich über die Laufzeit deren Position bestimmen.

UWB kann teure Sensoren ersetzen

Die Hersteller sehen Vorteile vor allem im urbanen Umfeld, etwa an unübersichtlichen Kreuzungen. UWB-Funkwellen seien weniger störanfällig und könnten sich durch ihre Ausbreitungseigenschaften auch um Hindernisse herum „beugen“ oder diese durchdringen. Zudem sollen hohe Datenraten mit sehr kurzen Reaktionszeiten ein Sicherheitsmanagement in Echtzeit ermöglichen – auch bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter. Zur Verfolgung mehrerer bewegter Objekte setzen die Entwickler nach eigenen Angaben vorausschauende Algorithmen ein.

Als weiterer Pluspunkt wird die potenziell kosteneffiziente Hardwarebasis genannt: UWB-Module seien bereits in vielen Geräten und Fahrzeugen vorhanden. Bei Kia und Hyundai etwa in Pkw mit digitalem Autoschlüssel. Zugleich könne die Technik helfen, die Abhängigkeit von teuren Sensoren wie Lidar und Radar zu verringern – eine Serienanwendung werde aber noch geprüft.

Über Fahrerassistenz im Pkw hinaus sehen die Hersteller Einsatzfelder in der Industrie, etwa zum Vermeiden von Kollisionen in Lagerhäusern, und im Katastrophenschutz, um Personen unter Trümmern zu lokalisieren.

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