Personalie Audi holt Valeo-Manager als Software-Vorstand

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

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Die Softwareentwicklung ist im gesamten Volkswagen-Konzern und bei Audi ein Problemfeld. Das soll ein Ex-Valeo-Manager mit eigenem Vorstandsressort nun ändern.

Geoffrey Bouquot übernimmt bei Audi das neue Vorstandsressort „Innovation und Software-Defined Vehicle“ (SDV).(Bild:  Audi)
Geoffrey Bouquot übernimmt bei Audi das neue Vorstandsressort „Innovation und Software-Defined Vehicle“ (SDV).
(Bild: Audi)

Audi macht das Thema Software zum eigenen Vorstandsressort: Wie der Hersteller mitteilt, bekommt der frühere Technikchef des französischen Autozulieferers Valeo, Geoffrey Bouquot, den neu geschaffenen Posten. Offiziell heisst die Funktion Innovation und softwaredefinierte Fahrzeuge (Software-Defined Vehicles/SDV). Der Aufsichtsrat der Volkswagen-Konzern-Tochter hat die Personalie am Montag bestätigt.

Bouquot soll nun das Tempo in der Software-Entwicklung beschleunigen. Damit geht ein Paradigmenwechsel zur integralen Entwicklung von Fahrzeugen mit Software als führendem Element einher. Geoffrey Bouquot soll als verantwortlicher Vorstand diese Transformation zu einer softwarezentrierten Organisation vorantreiben.

Döllner: „Brauchen mehr Tempo und Fokus auf Software“

„Wir brauchen mehr Tempo in der Entwicklung und einen klaren Fokus auf Software“, begründet Vorstandschef Gernot Döllner die neue Führungsstruktur. Bouquot bringe die nötige Erfahrung in der Führung und Transformation großer Entwicklungs- und Softwareteams mit. Auch die Arbeitnehmerseite begrüßt die Entwicklung. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und frischen Wind“, sagte Gesamtbetriebsratsvorsitzender Jörg Schlagbauer.

Das neue Vorstandsressort stärke die langfristige Technologie- und Innovationsstrategie von Audi, wird Manfred Döss, Aufsichtsratsvorsitzender der Audi AG, in einer Unternehmensmitteilung zitiert. Der Fokus liege nun auf der Entwicklung von SDVs.

Über Geoffrey Bouquot

Bouquot hatte zuletzt bei Valeo das Forschungs- und Entwicklungsressort mit 20.000 Ingenieuren in 20 Forschungs- sowie 40 Entwicklungszentren weltweit geleitet. Zu seinen Aufgaben gehörte es, einen Transformationsplan für die Entwicklungsabteilung umzusetzen, die Digitalisierung zu beschleunigen und durch Konzentration auf bestimmte Plattformen effizienter zu werden.

Außerdem initiierte Bouquot das erste Labor in Frankreich, das auf KI für autonome Fahrzeuge spezialisiert ist. Vor seiner Tätigkeit bei Valeo war er technischer Berater für industrielle Angelegenheiten im Kabinett des französischen Verteidigungsministers.

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