E/E-Architektur Bordnetz: „So wie bisher können wir nicht weitermachen“

Von Hartmut Hammer 4 min Lesedauer

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Vernetzung, Digitalisierung und Elektrifizierung werden das Fahrzeug-Bordnetz stark verändern. Renommierte Lieferanten verraten, wohin mit der anvisierten Zonenarchitektur die Reise geht.

So könnte eine zonale Bordnetzarchitektur in wenigen Jahren aufgebaut sein.(Bild:  Leoni)
So könnte eine zonale Bordnetzarchitektur in wenigen Jahren aufgebaut sein.
(Bild: Leoni)

Bordnetze bestehen heute aus bis zu 150 Steuergeräten, mehr als 4.000 Einzelleitungen und sind mit bis zu 100 Kilogramm das drittschwerste Teilsystem nach Karosserie und Motor. „Damit stoßen wir langsam an die Grenzen dessen, was in Fertigung und Endmontage sinnvoll handhabbar ist“, sagt Ingo Spengler, Vorstand und COO des Bordnetzspezialisten Leoni. „Seien wir ehrlich: So wie bisher können wir nicht weitermachen. Wir müssen das Bordnetz neu denken.“

Automobilhersteller und Bordnetzlieferanten favorisieren als Lösungsweg die sogenannte zonale Architektur. Statt des aktuell höchst komplexen „Durcheinanders“ von vielen einzelnen Steuergeräten, Elektronikbausteinen, Daten- und Energieleitungen ist eine zonale Architektur klar gegliedert. Sie verfügt über wenige Zentralrechner, verbunden durch leistungsstarke Daten- und Energieautobahnen.