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Bekannte Motorisierung
Bei den Aggregaten gibt es keine Überraschung – die üblichen Hubraum- und Leistungsstufen des Golf tun auch im nützlichen Sportsvan ihren Dienst. Und da dieser analog zu den restlichen Familienmitgliedern jetzt ebenfalls auf dem modularen Querbaukasten fußt, soll eine Gewichtsersparnis von bis zu 90 kg zustande kommen. Die ersten Probefahrten mit der 1,4 Liter großen Otto-Ausführung sowie dem 2,0-Liter-Diesel bescheinigen dem Multifunktionsvehikel ein spritziges Naturell.
Dank Turboaufladung bei den Benzinern erhalten Dieselgegner eine empfehlenswerte Alternative: Mit 200 (92 kW/125 PS) respektive 250 Nm (110 kW/150 PS) liegen diese zwar deutlich unter dem Drehmomentwert (340 Nm) des großen Selbstzünders, aber von zähem Ansprechverhalten kann keine Rede sein. Beide 1,4er-Varianten ziehen bereits aus dem Drehzahlkeller sauber durch und liefern ein überzeugendes Ergebnis für diese Fahrzeugklasse, bei der es sicherlich nicht auf Ampelsprints ankommt. Diesel-Interessenten sollten ruhig einmal mit dem spitzen Bleistift nachrechnen, ab welcher Jahresfahrleistung sich die durchweg teurere Anschaffung lohnt – füllige Beschleunigung bei einer außerdem vorbildlichen Laufkultur bieten die vierzylindrigen Ottomotoren inzwischen jedenfalls auch.
Fahrerassistenz auf Golf VII-Niveau
Golf VII-Niveau herrscht in puncto Fahrerassistenz. Sämtliche Systeme, mit denen der aktuelle Golf seinen Lenkern unter die Arme greift, werkeln auch im Sportsvan. Zu den wichtigsten Features zählen das blendfreie Dauerfernlicht, die automatisierte Notbremsung sowie der aktive Tempomat. Sie kosten 2.425 Euro im Paket. Es gibt sogar das eine oder andere neue System. Praktisch beim Ausparken: Per Piepton macht die Elektronik auf herannahende Autos aufmerksam. Denn auch wenn die Volkswagen-Mannschaft bei der Präsentation auf noch so große Fensterflächen hinweist – es gibt übersichtlichere Fahrzeuge, und schnell ist ein Teilnehmer aus dem fließenden Verkehr übersehen.
Aller Funktionalität und fehlender Emotionalität zum Trotz bereitet der Wolfsburger übrigens Fahrspaß. Die elektrische Servolenkung mutet präzise an, die Fahrstufen der manuellen Box rasten punktgenau. Umweltbewusste Kunden können sich etwas später für die BlueMotion-Ausgabe entscheiden, um das Fahrvergnügen ohne Reue zu genießen. Mit einem CO2-Ausstoß von 95 g/km (entspricht 3,6 l je 100 km) muss sich der 81 kW/110 PS starke Diesel wohl kaum verstecken. Eines ist nach den ersten Testkilometern jedenfalls gewiss: Sportlich ist der Sportsvan nicht, auch wenn der Modellname genau das nahelegt. Das Konzept überzeugt dennoch.
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