E/E-Architektur Volkswagen und Cariad: Externe Expertise soll es richten

Von Sven Prawitz 3 min Lesedauer

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Neue Strategie, neue Partner, neue Struktur: Wie der VW-Konzern nach 14 Milliarden Euro gezahltem Lehrgeld sein Tochter-Unternehmen Cariad umbaut.

Cariad wird keine E/E-Architekturen mehr verantworten. Stattdessen soll sie Softwarebausteine entwickeln und die Pflege bestehender Architekturen unterstützen. (Bild:  Cariad)
Cariad wird keine E/E-Architekturen mehr verantworten. Stattdessen soll sie Softwarebausteine entwickeln und die Pflege bestehender Architekturen unterstützen.
(Bild: Cariad)

Cariad hat dem VW-Konzern bisher viel Geld gekostet: Laut einem Bericht der Wirtschaftszeitung Handelsblatt seit der Gründung im Jahr 2020 insgesamt 14 Milliarden Euro. Nicht eingerechnet die Kosten durch verschobene Produktanläufe. Promineste Beispiele sind die Modelle Audi Q6 und Porsche Macan, die zwei Jahre später auf den Markt gekommen sind, als geplant. Nach einer Analyse von McKinsey kostete das dem Sportwagenhersteller etwa drei Milliarden Euro.

Das Softwareunternehmen sollte auch für das ehemalige Vorzeigeprojekt von Volkswagen – „Trinity“ – eine wichtige Rolle spielen. Diese wurde jedoch längst in die 2030er Jahre verschoben. Das sind einige Gründe, weshalb Cariad seit gut einem Jahr neu aufgestellt wird. CEO Peter Bosch – selbst über zehn Jahre lang Berater bei Oliver Wyman – hat entschieden, dass Cariad die Verantwortung für die E/E-Architekturen abgibt. Wie ein Sprecher bestätigt, übernimmt die Marke Volkswagen die bestehende E/E-Architektur E3 1.1, die in den MEB-Modellen zum Einsatz kommt. In den PPE-Modellen wird E3 1.2 eingesetzt. Für diese Plattform ist nun Audi zuständig. Cariad werde weiterhin eng eingebunden und Software für diese Architekturen liefern.