Zulieferer ZF will mit chinesischen Autoherstellern weiter wachsen

Von Automobil Industrie 2 min Lesedauer

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Im Rahmen seiner Kundentage in Schanghai hat ZF etwa 40 chinesischen OEMs sein Technologieportfolio vorgestellt. Der Zulieferer sieht vor Ort großes Wachstumspotenzial.

In 17 Konzeptffahrzeugen zeigte ZF auf den „Next Generation Mobility Days“ in Shanghai den Kunden und Medienvertretern aus Asien seine neueste Technologien.(Bild:  ZF)
In 17 Konzeptffahrzeugen zeigte ZF auf den „Next Generation Mobility Days“ in Shanghai den Kunden und Medienvertretern aus Asien seine neueste Technologien.
(Bild: ZF)

Bei Fahrdemonstrationen und Fachgesprächen konnten sich auf den „Next Generation Mobility Days“ laut Mitteilung mehr als 600 Vertreter von circa 40 chinesischen Automobilherstellern über neueste Technik für Elektromobilität, automatisiertem Fahren, passiver Sicherheit sowie vernetzter Fahrwerktechnik für software-definierte Fahrzeuge informieren. Highlights auf der Formel-1-Rennstrecke in Schanghai waren die erstmalige Präsentation des rein elektromechanischen Bremssystems „Dry Brake-by-Wire“ sowie Chinapremieren des elektrisch angetriebenen Konzeptfahrzeugs „EVbeat“ und des magnetfreien Elektromotors „I2SM“.

„Die Zukunft der Mobilität wandelt sich rasant hin zu elektrisch angetriebenen, automatisierten und software-definierten Fahrzeugen“, sagte Stephan von Schuckmann, Mitglied des Vorstands von ZF: „In China, dem größten und dynamischen Automobilmarkt der Welt, werden wir weiter investieren und zusammen mit unseren chinesischen Kunden in China und weltweit wachsen – und das mit ‚China-Speed‘.“

Im Geschäftsjahr 2022 betrug der Umsatz von ZF in China rund 7,7 Milliarden Euro, etwa 18 Prozent vom Konzernumsatz in Höhe von 43,8 Milliarden Euro. Dieser Anteil soll überproportional wachsen. Mittelfristig strebt der Zulieferer eine Umsatzverteilung von 30/40/30 (Nord- u. Südamerika/Europa/Asien-Pazfik) an.

Welt- und Chinapremieren

Weltweit erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde in Schanghai das neue elektromechanische Bremssystem, auch „trockenes“ Brake-by-Wire genannt. Für ein solches Bremssystem ist keinerlei Bremsflüssigkeit mehr notwendig, der Bremsdruck wird somit nicht mehr über den Druck von Flüssigkeiten im hydraulischen System erzeugt, sondern über Elektromotoren. Auch die Bremssignale vom Pedal bis zum Elektromotor werden rein elektrisch übertragen.

Aus dem Bereich E-Mobilität wurden erstmals in China präsentiert: das Konzeptfahrzeug EVbeat mit dem Elektroantrieb EVSys800 sowie der magnetfreie E-Motor I2SM.

China als strategischer Markt

Die in Schanghai vorgestellten Technologien wurden laut Mitteilung von den globalen und lokalen Teams von ZF gemeinsam entwickelt – darunter viele chinesische Mitarbeiter. Insgesamt entwickele sich China für ZF zu einem wichtigen Standort für die weltweite Einführung von Produkten und Technologien. So wurden beispielsweise „cubiX“, die Software zur Bewegungssteuerung von Fahrzeugen, oder der elektrische Antrieb mit 800-Volt-Siliziumkarbid (beides im Lotus Eletre) erstmals in China in Serie eingeführt.

In den vergangenen fünf Jahren hat ZF seine Investitionen in Forschung und Entwicklung in der Region Asien-Pazifik von 220 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 380 Millionen Euro im Jahr 2022 erhöht. Der Anteil von F&E am Umsatz ist von 2,8 Prozent auf 4 Prozent gestiegen.

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