CES 2016

ZF TRW zeigt Neuheiten vom Lenkrad bis zu den Sensoren

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Sensortechnik weiterentwickelt

Neben den im Rinspeed-Konzept verbauten Komponenten stellt der Zulieferer die Möglichkeiten seiner Kamera- und Radarsensoren unter Beweis, die Sicherheits- und automatisierte Fahrfunktionen in allen Fahrzeugklassen ermöglichen sollen. Letzteres betonte auch der ZF-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer: „Wir verfolgen den Ansatz, unsere Sensortechnologien über alle Fahrzeugsegmente hinweg einzusetzen. So machen wir einerseits Sicherheitsvorteile auch für Käufer im Volumenmarkt verfügbar und entwickeln andererseits Technologien im Premiumsegment weiter.“

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So besteht beispielsweise die nächste Generation an vorausschauenden Kamerasystemen von ZF TRW – die S-Cam 4-Familie – aus der Monokamera S-Cam 4 mit einer Linse und der TriCam, einer Premiumversion mit drei Linsen. Beide Varianten sollen laut dem Zulieferer ab 2018 bei einem großen europäischen Fahrzeughersteller in Serie gehen.

Kameratechnik für breiteres Sichtfeld

Die Monokamera S-Cam 4 besitzt einen neuen Formfaktor und kann so ein breiteres Sichtfeld ermöglichen als die aktuellen Kamerasensoren der Friedrichshafener. So ist sie auf zukünftige Marktanforderungen wie die neuen Testprotokolle des Euro NCAP für automatische Notbremsungen (Automatic Emergency Braking – AEB) für kreuzende Radfahrer oder andere ungeschützte Verkehrsteilnehmer zugeschnitten.

Die TriCam besteht zusätzlich zur Monokameralinse aus einem Teleobjektiv für eine bessere Abdeckung des Fernbereichs und einer Fischaugenlinse für eine verbesserte Objekterkennung im Nahbereich. Diese Kombination soll für eine bessere Unterstützung automatisierter Fahrfunktionen wie dem Autobahn- oder dem Stauassistenten sorgen. Beide Kameravarianten sind mit dem EyeQ4-Prozessor von Mobileye ausgestattet, der nach Angaben des Zulieferers eine sechsmal höhere Rechenleistung als die aktuelle Ausführung aufweist.

Verbesserte Fußgängererkennung

Die neue Radarfamilie von ZF TRW – der AC1000EVO – soll einen Erfassungsbereich von bis zu 250 Metern und eine deutlich verbesserte Auflösung für die Fußgängererkennung besitzen. Außerdem ermöglicht die Verwendung eines neuen Chipsatzes nach Unternehmensangaben eine verbesserte Entfernungsauflösung im Stadtverkehr, damit Fußgänger und andere gefährdete Verkehrsteilnehmer für eine AEB besser erkannt werden, während gleichzeitig die Erfassung des Fernbereichs bei höheren Geschwindigkeiten für herkömmliche Funktionen der adaptiven Geschwindigkeitsregelung (Adaptive Cruise Control – ACC) aufrecht erhalten wird.

„Sowohl unsere Kamera- als auch Radarsysteme sorgen als Einzelsensoren für Sicherheitsvorteile. Fusionieren wir die Daten von beiden Sensoren, erzielen wir eine sehr robuste Lösung für die hochkomplexen automatisierten Fahrszenarien der Zukunft“, sagte Stefan Sommer. „Für diese zukünftigen Anforderungen könnte eine weitere Redundanzebene nötig werden. Darum untersuchen wir, ob wir eine dritte Sensortechnologie in die Gleichung einbringen. Laserscanner sind dabei eine Möglichkeit. Wir evaluieren im Moment, wie wir die Technologie nutzen können, sodass sie sich für ein breites Anwendungsspektrum eignet.“

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