Zulieferer ZF will Antriebssparte ohne Verkauf ausgliedern

Aktualisiert am 17.03.2025 Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der Automobilzulieferer ZF prüft Optionen, seine Kernsparte „Division E“ finanziell zu stärken. Die Einheit muss jedoch formal ausgegliedert werden, bevor sich Investoren engagieren können.

ZF, einer der weltweit größten Automobilzulieferer, hat jetzt verkündet, seine Antriebssparte E-Division darauf vorzubereiten, dass ein Partner an deren Seite einsteigt. Hier mehr dazu ...(Bild:  ZF)
ZF, einer der weltweit größten Automobilzulieferer, hat jetzt verkündet, seine Antriebssparte E-Division darauf vorzubereiten, dass ein Partner an deren Seite einsteigt. Hier mehr dazu ...
(Bild: ZF)

Vor etwa drei Wochen hatten Medienberichte für Wirbel gesorgt, wonach der Zulieferer eine Abspaltung der Sparte „Division E“ prüfen will. Der Bereich beschäftigt sich nicht nur mit elektrischen, sondern auch mit konventionellen und hybriden Antrieben. Die Division erzielte zuletzt mit über 32.000 Beschäftigten circa 11,5 Milliarden Euro Umsatz. Nun erklärte ein Sprecher, ein Verkauf sei nicht geplant. Man bereite die Sparte vielmehr darauf vor, dass sich ein Partner finanziell beteiligen könne.

Im Rahmen einer Betriebsversammlung informierte der zuständige ZF-Vorstand Mathias Miedreich die Belegschaft in Friedrichshafen über Optionen, wie man wieder in die wirtschaftliche Erfolgsspur kommen könne. Eine Möglichkeit dazu sei eben eine Partnerschaft, um die Bereiche der konventionellen Hybrid- oder auch rein elektrischen Antriebe einzeln oder insgesamt größer, finanzkräftiger und damit erfolgreicher am Markt zu machen. Eine Entscheidung gebe es indes noch nicht.

Externe Kapitalgeber gesucht

Eine ausgegliederte, eigenständige Einheit (sog. carve-out) sei eine formale Voraussetzung, dass sich externe Investoren mit ihrem Kapital einbringen könnten.

Der Gedanke der Ausgliederung ist nicht im Sinne der Gewerkschaft, betont der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Saarbrücken, Patrick Selzer. Aus deren Sicht müssten vielmehr die Ursachen behoben werden, statt in einem Prozess Ressourcen zu vergeuden. „Wenn Beschäftigte jedoch tagtäglich die Probleme sehen und diese nicht angegangen werden, aber das Unternehmen über eine Ausgliederung nachdenkt, dann verursacht diese Herangehensweise natürlich Unsicherheit“, beschreibt Selzer die Sorgen der Belegschaft.

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