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Das 19er Cabrio von Karmann
Und noch eine Karosserieversion verankerte den Renault 19 im Bewusstsein der deutschen Kunden: Im Oktober 1991 erlebte das Renault 19 Cabrio seine Markteinführung. Die Produktion der Rohkarosse erfolgte bei Karmann in Osnabrück, die Endmontage in Frankreich im Renault-Werk Maubeuge. Das Besondere des deutsch-französischen Sonnengotts: Im Unterschied zu Ford Escort, Opel Kadett und VW Golf verzichtete der Frischluft-Renault auf einen feststehenden Überrollbügel. Und sogar geschlossen machte das R19 Cabrio eine bessere Figur als seine deutschen Herausforderer. Was es aber nicht gab, war eine elektrische Verdeckbetätigung.
Dennoch, erstmals seit 1979 erreichte Renault jetzt in Deutschland wieder einen Marktanteil von mehr als fünf Prozent, genug um die Position als größter Importeur auszubauen. Auch auf dem französischen Heimatmarkt ging es dank des R19 nach oben und sogar in Südamerika schossen die Renault-Verkaufszahlen in die Höhe, schließlich galt der R19 aus Werken Argentinien und Kolumbien als Produkt mit lateinamerikanischem Heimvorteil. Davon zeugen auch die insgesamt 737.000 Chamade-Limousinen, die in Lateinamerika wichtige Absatzmärkte fanden.
Facelift im Jahr 1992
Ein Facelift im Jahr 1992 genügte, um den Renault 19 frisch zu halten für den planmäßigen Lebenszyklus über sieben Jahre, dann stand in Europa die Ablösung in Form des Mégane bereit. An die Verkaufserfolge ihres Vorgängers konnten die neuen Fließhecklimousinen in manchen Ländern zwar nicht anknüpfen, weltweit gesehen wurden sie zu einer noch größeren Erfolgsgeschichte. Die vom Renault 19 initiiert worden war. Was Nummer 19 wie alle Massenmodelle nicht davor bewahrte, am Ende verbraucht, verschlissen und vergessen zu werden. Nur noch fünf Prozent der in Deutschland verkauften Renault 19 sind derzeit beim KBA registriert.
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