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Breites Leistungsband der Motoren
Für Vortrieb sorgten 1,2 bis 2,0-Liter große Vierzylinder-Benziner mit einem außergewöhnlich breiten Leistungsband von 40 kW/55 PS bis 115 kW/156 PS. Eine Vorreiterrolle übernahmen die Benziner bei der Einführung des geregelten Drei-Wege-Katalysators, den Opel als erste Marke in großen Werbeanzeigen als „serienmäßige Selbstverständlichkeit“ bewarb. Auch Diesel durften natürlich nicht fehlen, seit der Volkswagen Golf den Selbstzünder in der Kompaktklasse massentauglich gemacht hatte. Wie zehn Jahre zuvor der Wolfsburger Diesel demonstrierte deshalb auch der Kadett E Diesel – der Motor arbeitete übrigens schon im Vorgänger-Kadett – seine Zuverlässigkeit auf einem 30.000 Kilometer langen Stresstest, der den nur 40 kW/54 PS entwickelnden Kraftstoffknauserer von Alaska nach Feuerland führte.
Der Elektro-Kadett
Im Unterschied zu den damals noch unüberhörbar nagelnden Selbstzündern arbeitete der Antrieb des 1991 vorgestellten Kadett Impuls völlig geräuschfrei. Eine 310 Kilogramm schwere Batterie beschleunigte den Elektrowagen auf eine Vmax von gerade noch autobahntauglichen 100 km/h. Allerdings sollte das eigentliche Einsatzgebiet des Stromers die Großstadt sein, wo er nach nur fünf Stunden Ladezeit an Haushaltssteckdosen fit war für 80 Kilometer Reichweite. Zu einer Serienproduktion des Kadett Impuls kam es nicht mehr, zumal der Kadett in Deutschland noch im selben Jahr durch den Astra in den Ruhestand geschickt wurde.
Konkurrenz für den Astra
Aber damit war noch nicht Schluss. Ab 1995 musste sich der neue Opel Astra völlig überraschend seinem hierzulande vier Jahre zuvor verblichenen Vorgänger stellen. Daewoo führte damals seinen Nexia erfolgreich in Deutschland ein. Dieser Kadett-E-Lizenzbau konnte mit Billigpreisen punkten, die sich auf dem Niveau gut erhaltener gebrauchter Kadett E bewegten und so sogar manchen Opel-Kunden zum Kauf eines neuen Koreaners mit alten deutschen Wurzeln bewegten.
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