Classic Cars

50 Jahre Ford Taunus 12 M

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Die Chronik des Ford Taunus 12 M

  • 1958: Entwicklungsstart für das Compact Car Cardinal, das unterhalb des Falcon ins amerikanische Ford-Programm aufgenommen werden soll. In Deutschland wird ein 3,70 Meter langer Kleinwagen (Projekt NPX-C5) entwickelt, der in der 1,0- und 1,2-Liter-Hubraumklasse antreten soll, um den Taunus G13/G4B zu ersetzen
  • 1960: Ford USA bestellt Motoren und Getriebe für den Cardinal aus Deutschland und lässt dazu ein neues Motorenwerk in Köln bauen. Als weltweit erstes Auto soll der Cardinal mit V4-Motoren in Großserie gehen. Bis dahin hatte nur Lancia mit V4-Motoren Erfahrungen gesammelt, allerdings in kleinen Auflagen. Die Amerikaner wollten mit dem kleinen Motor in V-Bauweise ihrer V8-Tradition folgen und nahmen den konstruktiv bedingt raueren Lauf in Kauf. Im November fällt im amerikanischen Ford-Hauptquartier die Entscheidung, das deutsche Kleinwagenprojekt NPX der 1,0-Liter-Klasse einzustellen und durch das Weltauto Cardinal zu ersetzen. Produziert werden soll der Cardinal in den USA und in Deutschland, dort erfolgte bisher schon die Entwicklung der mechanischen Komponenten. Ab Dezember erfolgt der stilistische Feinschliff am endgültigen Design des Cardinal in Detroit und auch in Köln
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  • 1962: Im Frühjahr fällt die Entscheidung, die Produktion des Cardinal nur in Deutschland durchzuführen. Produktionsauslauf für den bisherigen Taunus 12 M der G-13-Reihe am 17. Juli. Am 15. September wird der Nachfolger als Ford Taunus 12 M (P4) im Kölner Gürzenich vorgestellt. Markteinführung des 12 M mit 1,2-Liter-Motor im selben Monat als zweitürige Limousine, weitere Versionen werden angekündigt. Schon im Dezember ergänzt der 12 M TS mit 1,5-Liter-Motor das Programm. Der Taunus 12 M wird zum Überraschungserfolg, in den ersten vier Verkaufsmonaten werden 43.000 Einheiten abgesetzt
  • 1963: Im März Präsentation und Markteinführung des 12 M Kombi. Das 12 M TS Coupé wird im August vorgestellt, passend zur Einweihung des belgischen Werks Genk. Dort werden nach und nach alle 12 M gefertigt. Auf der IAA debütiert im September die viertürige Limousine und ein zweisitziges Cabriolet vom Karossier Deutsch. Rekordfahrt im französischen Miramas im November. Ein serienmäßiger 12 M legt mit einem Motor die Distanz von 356.430 Kilometern (Erde-Mond) zurück und lässt sich auch durch einen Unfall nicht stoppen
  • 1964: Das 12 M Coupé geht im Januar in Großserie. Im Mai gründliche technische Modellpflege für alle 12 M mit modifizierter Vorderradaufhängung. Im September Facelift mit neuen Interieurausstattungen. 1,5-Liter-Motor mit 65 PS Leistung ersetzt das 55-PS-Aggregat. Erste Verhandlungen zwischen Saab und Ford über Motorenlieferungen. Ab 1967 wird der 1,5-Liter-V4 im Saab 96 eingesetzt. Auch der französische Sportwagenhersteller Matra nutzt den 1,5-Liter-Vierzylinder, dies gilt auch für OSCA in Italien. Gewinn der deutschen Tourenwagen-Meisterschaft für Taunus 12 M
  • 1965: Ein 12 M TS Coupé gewinnt die deutsche Rallyemeisterschaft
  • 1966: Im Juli Produktionsauslauf nach 680.205 Einheiten. Nachfolger werden die Typen 12 M und 15 M (P6), von denen bis 1970 insgesamt 668.187 Einheiten produziert werden

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