Classic Cars

50 Jahre Ford Taunus 12 M

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Massive Kritik

Aber der Cardinal-Taunus musste sich auch massiver Kritik stellen. War es anfangs nur die magere Serienausstattung des 12 M ohne damals üblichen modisch-schicken Chromglanz, folgten wenig später schwerwiegende Vorwürfe einer neuen Verbraucher-Zeitschrift. Der 12 M drohte angeblich bei schneller Kurvenfahrt – einem frühen Vorläufer des Elchtests – umzukippen. Ford konnte jedoch nachweisen, dass nur ein kurveninneres Rad an Bodenkontakt verlor und keine Kippgefahr bestand. Gleichwohl überarbeiteten die Kölner im Mai 1964 das 12-M-Fahrwerk im Rahmen einer Modellpflege.

Umfangreiche Modellpalette

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Taunus 12 M bereits den Zenit seiner Karriere erklommen, die Modellpalette umfasste sechs Karosserieversionen, es gab Motoren in drei Leistungsstufen und auch die Kritik mancher Kunden wegen Wassereinbrüchen im Kofferraum und fehlenden Feinschliffs in der Verarbeitung waren ausgeräumt. Beste Voraussetzungen für ein anhaltendes Hoch bei den Verkaufszahlen. Erst der Markstart des Opel Kadett B im Sommer 1965 und die allgemeine wirtschaftliche Rezession im Folgejahr führte zu einem nachhaltigen Absatzeinbruch. Aber da stand ja auch schon der Taunus 12 M /15 M (P6) in den Startlöchern – wieder mit V4-Motoren und Frontantrieb.

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