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3-D-Druck Additive Fertigung: Europäische Unternehmen melden meiste Patente an

Redakteur: Thomas Günnel

Europäische Unternehmen melden verstärkt Patente für die additive Fertigung an. Vor allem deutsche Unternehmen tun sich hervor.

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Ein Kolben für einen Verbrennungsmotor entsteht mittels 3-D-Drucks.
Ein Kolben für einen Verbrennungsmotor entsteht mittels 3-D-Drucks.
(Bild: Porsche)

Die Zahl der europäischen Patentanmeldungen für additive Fertigung steigt rasant: zwischen 2015 und 2018 um durchschnittlich 36 Prozent jährlich; und damit zehnmal schneller als die Gesamtzahl der Patentanmeldungen jährlich mit 3,5 Prozent. Das hat das europäischen Patentamt (EPA) in der Studie „Patente und additive Fertigung – Trends bei 3-D-Druck-Technologien“ ermittelt.

Laut der Studie entfallen 47 Prozent (7.863) aller Erfindungen in Sachen additive Fertigung, für die im Zeitraum 2010 bis 2018 Patentanmeldungen beim EPA eingereicht worden sind, auf europäische Länder. Dafür sorgten vor allem deutsche Unternehmen mit 19 Prozent, 3.155 Anmeldungen. Zudem sind Spanien, Belgien, das Vereinigte Königreich, die Schweiz und die Niederlande hier stark spezialisiert. Im weltweiten Vergleich führen mit 35 Prozent und 5.747 aller Anmeldungen jedoch die USA.

Geografische Herkunft von Patentanmeldungen zur additiven Fertigung in den Jahren 2010 bis 2018.
Geografische Herkunft von Patentanmeldungen zur additiven Fertigung in den Jahren 2010 bis 2018.
(Bild: Europäisches Patentamt)

Die größte Nachfrage nach Patenten für additive Fertigungsverfahren verzeichnet mit 4.018 Anmeldungen seit 2010 der Gesundheitssektor, gefolgt von Energie und Verkehr mit 2.001 beziehungsweise 961 Anmeldungen. Ein stark steigendes Anmeldeaufkommen zeigt sich bei Industriewerkzeugen, in der Elektronik, im Bauwesen, bei Konsumgütern und sogar in der Lebensmittelbranche.

Top-Anmelder aus allen Branchen

Diese Branchenvielfalt spiegelt sich auch im Profil der größten Anmelder beim EPA wider. Wie die Analyse zeigt, wurden rund 30 Prozent (6.548) aller Patentanmeldungen für additive Fertigung zwischen 2000 und 2018 von 25 Unternehmen eingereicht. Angeführt wird das Ranking von Unternehmen aus den Branchen Transport, Chemie und Pharma, IT, Elektronik, Bildverarbeitung und Konsumgüter.

Außerdem von Unternehmen, die im Bereich additiver Fertigung aktiv sind, etwa Stratasys, 3-D Systems oder EOS, von den US-Firmen General Electric und United Technologies sowie dem deutschen Siemens-Konzern auf dem dritten Platz. Auch insgesamt dominieren bei den 25 führenden Anmeldern die USA und Europa mit jeweils elf beziehungsweise acht Unternehmen.

Damit wurden zwar zwei Drittel der Patentanmeldungen von sehr großen Unternehmen eingereicht, zehn Prozent (2.148) stammten aber aus Unternehmen mit 15 bis 1.000 Beschäftigten, zwölf Prozent (2.584) von Einzelerfindern und kleinen Unternehmen mit weniger als 15 Beschäftigten und 11 Prozent (2.448) von Universitäten, Krankenhäusern und öffentlichen Forschungseinrichtungen.

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