Daimler

Aluminium-Karosserie in der Großserie

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Gewichtsreduktion fühl- und erlebbar

In der Praxis ist die Gewichtsreduktion fühl- und erlebbar. Der SL gewinnt an Längs- und Querdynamik – er lässt sich deutlich agiler fahren als sein Vorgänger, und er verbraucht weniger Kraftstoff. Dazu tragen auch die V6- und V8-Triebwerke der BlueDirect-Motorengeneration von Mercedes-Benz bei. Der V8 im SL 500 leistet aus 4.663 Kubikzentimeter Hubraum 320 kW/435 PS und damit rund 12 Prozent mehr als sein Vorgänger. Sein Verbrauch sinkt dagegen um bis zu 22 Prozent. Das V6-Triebwerk des SL 350 schöpft gegenüber dem Vorgänger aus unverändert 3.499 Kubikzentimeter Hubraum nun 225 kW/306 PS. Er begnügt sich mit 6,8 Liter auf 100 Kilometer und ist damit fast 30 Prozent sparsamer.

Höhere Steifigkeit, mehr Komfort

Zusätzlich ist die moderne Alu-Struktur auch in Sachen Steifigkeit und Komfort einer Stahlausführung überlegen. Dies ermöglichte konsequenter, intelligenter Leichtbau. Jedes einzelne Bauteil des Alu-Rohbaus haben die Konstrukteure exakt für seinen Einsatzzweck und seine zu erwartenden Belastungen optimiert. Je nach Aufgabe kommen verschiedene Aluminium-Verarbeitungen zum Einsatz. Sie werden in Kokillenguss oder in Vakuum-Druckguss gefertigt, zu Strangpressprofilen verarbeitet oder zu Aluminiumblechen mit unterschiedlichen Wandstärken im Bauteil, sogenannten Tailored Welded Blanks. In Zahlen liest sich die Gewichtsverteilung des Rohbaus so: Alu-Guss 44 Prozent, Alu-Profile 17 Prozent, Alu-Blech 28 Prozent, Stahl 8 Prozent, sonstige Materialien 3 Prozent.

Fügeverfahren nach Belastung

Auch die Fügeverfahren wurden belastungsgerecht gewählt. Für sichere Verbindung sorgen beispielsweise MIG-Schweißen, Falzen, Kleben, Vollstanznieten, Fließlochschrauben oder Reibrührschweißen – eine Fügetechnik, die eine hoch belastbare Schweißnaht mittels Reibungswärme erzeugt und wegen des niedrigen Schmelzpunkts für Aluminium besonders geeignet ist.

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