Umweltschutz Biodiversität an den Standorten von Audi

Von Thomas Günnel 4 min Lesedauer

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Nistkästen, Laichgewässer, Wildbienen und Blühwiesen: Audi ist Mitglied der Initiative „Biodiversity in Good Company – und hat über einige Aktionen des vergangenen Jahres berichtet.

Blühwiesen, Artenschutz und Biodiversität: Audi hat einige seiner Projekte aus dem vergangenen Jahr vorgestellt.(Bild:  Audi)
Blühwiesen, Artenschutz und Biodiversität: Audi hat einige seiner Projekte aus dem vergangenen Jahr vorgestellt.
(Bild: Audi)

Gibt es Fassaden- oder Dachbegrünung? Wie sind die Freiflächen gestaltet? Werden die Beschäftigten für das Thema sensibilisiert? Ansätze für einen möglichst umweltschonenden Werksbetrieb gibt es viele, auch viele kleine. Audi hat nun einige seiner Projekte für Biodiversität des Jahres 2023 vorgestellt.

Audi China hat in der „Audi China Biodiverse City Initiative“ den Vogelführer „Beijing Biodiverse City Birdwatching Guidebook“ veröffentlicht. Der Leitfaden informiert und ist ein Aufruf an die Stadtbewohner, sich wieder intensiver mit der Natur zu beschäftigen und sie zu einem umweltfreundlichen Lebensstil zu inspirieren.

Das Verzeichnis geben Audi China und die Umweltschutzorganisation „Friends of Nature“ gemeinsam heraus. Es stellt 15 städtische Parks und vier vorstädtische Routen in Peking vor. Zusätzlich gibt er einen Einblick in die natürlichen Lebensräume, die Vogelbeobachtungsrouten und die häufigsten Vogelarten an den Standorten.

Biotop in Ingolstadt

In Ingolstadt entsteht wenige Kilometer vor den Werktoren auf 1,24 Hektar Land Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten: das „AzuBioTop“. Die Idee zum Projekt stammt von Auszubildenden. Seit Oktober 2022 legen diese laut Audi nach und nach Streuobst- und Blumenwiesen und ein Ersatzhabitat für Zauneidechsen an. Andere Beschäftigte folgen demnach dem Beispiel und bepflanzten innerhalb eines Abteilungsworkshops auf dem Werksgelände eine 500 Quadratmeter große Fläche mit 5.000 regionaltypischen Wildstauden.

Auf dem Gelände in Ingolstadt werden zudem geeignete Rasenflächen in Wildblumenwiesen umgewandelt. So soll auf knapp 20.000 Quadratmetern Lebensraum für Flora und Fauna entstehen.

Um die Aktionen entsprechend zu bewerben, gibt es außerdem einen Trittsteinbiotop-Park. Er besteht aus einem Netz von Einzelbiotopen: Bäume, Magerwiesen und Feuchtflächen. Weitere Stationen plant Audi laut Unternehmensangaben.

Zauneidechsen in Neckarsulm

In Neckarsulm bilden übereinandergeschichtete Natursteine aufgeschichtetes Schnittholz entlang des Werkzauns einen Lebensraum und Nahrungsgrundlage für Organismen. Hinzu kommen über 30 neu gepflanzte heimische Bäume. Gemeinsam mit der Stadt Heilbronn sanierte der Autohersteller ein Amphibienlaichgewässer in den Böllinger Höfen.

Hier entwickelt sich laut Unternehmen ein Lebensraum und Laichplatz für Kröten und Molche. Neckarsulmer Auszubildende halfen demnach dabei, für Zauneidechsen einen geeigneten Lebensraum in den Böllinger Höfen zu schaffen.

Wildbienen in Neuburg

Am Standort in Neuburg fertigt Audi die Antriebseinheit für sein Formel-1-Projekt. Das Areal ist zudem Heimat der „driving experience“ des Herstellers und wird unter anderem für die technische Entwicklung genutzt. Seit Bestehen des Standorts verbesserte Audi nach eigenen Angaben den Lebensraum mit Blick auf Nahrungsquellen und Nistmöglichkeiten für Wildbienen. In den vergangenen Jahren siedelten sich demnach insgesamt 94 Wildbienen-Arten an, 22 von ihnen sind in Bayern unter anderem extrem selten, gefährdet oder vom Aussterben bedroht.

Blühwiesen und Vogelschutz in Györ

Am ungarischen Standort Győr drehte sich im Jahr 2023 alles um das Grünflächenmanagement. Es gibt einen neuen Mähplan, der Anteil selten oder nicht gemähter Flächen wuchs. So können blühende Pflanzen mehr Samen produzieren und sich verbreiten. Aus homogenen Rasenflächen sollen sich dauerhafte Blühwiesen entwickeln. Darüber hinaus bestückten Beschäftigte vor Ort einen Kräuter- und Gewürzgarten von knapp 100 Quadratmetern Fläche mit mehr als 500 heimischen oder klimaangepassten Heil-, Gewürz- und Duftpflanzen.

Zum Schutz des in Ungarn stark gefährdeten Sakerfalken haben Auszubildende zudem Nistkästen aus übrig gebliebenen Materialien gebaut und einem Naturschutzverein überlassen. Außerdem halfen sie beim Renovieren von Informationstafeln und beschädigten Sitzbänken auf einem Naturlehrpfad in einem geschützten Eichenwald in der Nähe des Standortes.

Aufforsten im mexikanischen Nopalucan

Gemeinsam mit der Stadt Nopalucan im mexikanischen Bundesstaat Puebla hat Audi México ein Aufforstungsprojekt begonnen. In einem Waldgebiet in der Nähe des Standorts San José Chiapa, dem Santa Cruz del Bosque, sollen 42.900 Bäume auf 39 Hektar gepflanzt werden. Borkenkäfer hatten dem Wald erheblich zugesetzt.

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Das Waldökosystem ist als Lebensraum für die Region besonders wichtig. Es trägt dazu bei, das ökologische Gleichgewicht zu halten, verbessert die Luftqualität und ist Freizeit- und Erholungsraum für die dort lebenden Menschen.

Außerdem setzt sich Audi am Standort für den Erhalt der lokalen Fauna ein. Gemeinsam mit der Universität Veracruzana soll auf und nahe dem Werksgelände die Vielfalt der vorhandenen Arten geschützt werden. Ein konkreter Plan dafür entsteht laut Audi derzeit.

Grünflächen in Brüssel

Das naturnahe Umgestalten einer Außenfläche und grüne Dachflächen am Eingang waren zwei Projekte des belgischen Produktionsstandortes Brüssel. Dabei entstanden Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten und ein Regenwasserrückhalt. Er soll das Mikroklima verbessern. Mit gemeinsamen Rodungen gingen die Beschäftigten außerdem gegen invasive Pflanzenarten wie den japanischen Staudenknöterich und den Schmetterlingsflieder vor.

Initiative „Biodiversity in Good Company“

Die Initiative „Biodiversity in Good Company“ vereint nach eigenen Angaben Unternehmen, politische und gesellschaftliche Akteuren im Schutz und der nachhaltigen Nutzung biologischer Vielfalt. Die Mitglieder der Initiative sind internationale kleine, mittlere und große Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen.

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