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Neue Singleframe-Kühlergrill-Generation
Besonders markant ist die Evolution des Singleframe-Kühlergrills; sie wird nach Aussage von Audi-Designer Parys Cybulski, der den internen Siegerentwurf gezeichnet hat, in Zukunft verschiedene Serienmodelle zieren. Der aktuelle Singleframe-Grill wirkt daneben geradezu zurückhaltend – und trotzdem wirkt der Prologue ausgesprochen gelassen. „Wir brauchen Raum, um die Skulptur zu betonen”, erklärt Cybulski - und fügt hinzu, das Design sei „technisch" und nicht nur „überzogen hübsch". Der Prologue sei ein Auto „ohne Augenbrauen und Make-Up" – vermutlich darf sich Daimler angesprochen fühlen.
Einige Verspieltheiten leistet sich auch der Audi, sie werden allerdings funktional begründet. Die konkave, an klassische Citroen-Modelle erinnernde Heckscheibe ermöglicht es, das Fließheck mit einer ausreichend großen Kofferraum-Luke zu kombinieren. Und die seitlichen Fenster sind von einem Aluminium-Bogen überspannt, der Raum für eine Metallfläche mit elektrisch einfahrendem Tankverschluss bietet. Auf ein Panoramadach hat Audi verzichtet, um nicht von der innovativen Verglasung abzulenken. Der nach vorne geneigte Heckabschluss schiebt den Prologue optisch nach vorn; die ausgeglichenen Überhänge kontrastieren mit den nach hinten geschobenen Proportionen von BMW und Mercedes-Benz. Ausgeformte Schultern unterstreichen das Quattro-Motiv der vier angetriebenen Räder.
Dreidimensionales Bedienkonzept
Das Interieur hebt sich noch deutlicher als das Exterieur von der aktuellen Formensprache ab. Audi bestreitet jeden Einfluss, aber wir fühlen uns an die großartige Lincoln-Continental-Studie von 2002 erinnert; die Fahrgastzelle atmet den Geist des amerikanischen „mid-century modernism". Das Raumgefühl ist luftig und großzügig, die Flächen zeigen viel Leder und exponiertes Holz. Akzentuiert wird das ganze von Aluminium-Elementen. Und es gibt zumindest den Ansatz einer Fahrerorientierung; der Aluminiumbügel im unteren Teil der Armaturentafel ist auf beiden Seiten leicht zum Fahrer angewinkelt.
Neue Wege schlägt Audi beim Bedienkonzept ein. Vor dem Fahrer baut sich eine dreidimensional verspiegelte Instrumentierung auf, während ein Zentralbildschirm – wie schon beim aktuellen TT – entfällt. Statt dessen ist die dunkel glänzende Fläche dem Beifahrer auf ganzer Breite als berührungsempfindlicher Bildschirm ausgelegt; von dort kann der Beifahrer beispielsweise Routen bearbeiten und sie dann per Wischbewegung auf den Bildschirm vor dem Fahrer befördern. Vor dem Wählhebel der Automatik befindet sich ein MMI-Touch-System, das als flexibles OLED-Element fugenlos nach oben kippt und in Anlehnung an Apple iOS mit Wischbewegungen bedient werden kann. Das Cockpit ist völlig frei von Knöpfen. So ansprechend das MMI-Touch-Modul aussehen mag: Für unseren Geschmack ist es zu tief plaziert.
Die vorderen Sitze des Prologue sind seitlich montiert und geben den Fondpassagieren damit zusätzlichen Fußraum frei. Die Hintensitzenden werden von einem schalenförmigen Element umschlossen; Audi spricht vom „Lounge-Wrap".
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