Anbieter zum Thema
Power satt
Technische Basis für den Prologue ist die nächste Ausbaustufe des Modularen Längsbaukastens (MLB); die Karosserie besteht weitgehend aus Aluminium- und Kohlefaser-Bauteilen. Unter der Motorhaube sitzt ein guter Bekannter – der durchtrainierte 4,0-Liter-V8-Biturbo, der hier dank Overboost stolze 445 kW / 605 PS leistet und über eine ZF-Achtgang-Automatik bis zu 750 Newtonmeter Drehmoment auf alle vier Räder leitet. Trotz knapp zwei Tonnen Leergewicht soll das 5,10 Meter lange Coupé damit in nur 3,7 Sekunden auf 100 km/h spurten. Mit seinem Starter-Generator-Modul wird der Prologue übrigens zum Mild-Hybrid.
Als Indikator für die Potenz seines Achtzylinders diente bei unserer Ausfahrt vor allem die eindrucksvolle Klangwolke, auf der das große Coupé anrollt. Der Prologue wird momentan noch bei Ortstempo abgeregelt – wohl auch, um die handgefertigten 22-Zoll-Räder zu schonen. Doch der V8 klingt derart ungezügelt aggressiv, dass man ihm jede einzelne seiner Pferdestärken abnimmt. Dazu passt die straffe Abstimmung des Fahrwerks, das übrigens über eine Allradlenkung verfügt.
Während Fahrzeugstudien bei Zufallsbetrachtern üblicherweise ungläubiges Staunen hervorrufen, fügt sich der harmonisch gezeichnete Prologue relativ nahtlos in das kalifornische Straßenbild ein. Standard-Frage: „Ist das das neueste Modell?" Nicht ganz. Aber Audis Formensprache der Zukunft wird sichtbar auf den Prologue Bezug nehmen. Mehr noch: Die Serienmodelle sollen in einigen Punkten radikaler werden. Für die Wiedergeburt des Audi-Designs kommt dieses große Coupé keinen Moment zu früh.
(ID:43115203)