Fahrzeuge stecken voller Wertstoffe. In einem Projekt definieren Audi und weitere Unternehmen Recyclingkreisläufe für die verbauten Materialien.
Audi entiwckelt mit weiteren Unternehmen Recycling-Kreisläufe von Fahrzeugen.
(Bild: AUDI AG)
Beim Wort „Recycling“ sind die Gedanken schnell bei Akkus von E-Autos. In Fahrzeugen fallen aber auch Wertstoffe an wie Stahl, Aluminium, Kunststoff oder Glas. Audi arbeitet deshalb im Projekt „MaterialLoop“ mit Unternehmen aus Forschung, der Recyclingbranche und der Zulieferindustrie daran, diese Wertstoffe zu recyceln und erneut in der Produktion einzusetzen.
Dafür demontierte der Autohersteller im Oktober vergangenes Jahr 100 Fahrzeuge; darunter ehemalige Erprobungsfahrzeuge. Die Demontage einzelner Komponenten brachte bereits Sekundärmaterialien in den Kreislauf, etwa größere Kunststoffbauteile.
Die nach der Demontage verbliebenen Fahrzeugkarossen wurden geschreddert und mit beteiligten Partnerunternehmen in Materialgruppen separiert: zum Beispiel Stahl, Aluminium und Kunststoff. Anschließend definierten die Projektpartner, welche Materialien sich für die Produktion von Neufahrzeugen nutzen lassen.
Recycelter Stahl für Türinnenteile
Ein Großteil des im Projekt recycelten Stahls wurde bereits in der Produktion neuer Modelle genutzt. In einem ersten Versuch entstanden dafür sechs Stahlcoils mit einem Material-Loop-Sekundäranteil von etwa zwölf Prozent. Audi will daraus nach Angaben einer Sprecherin im Presswerk Ingolstadt bis zu 15.000 Türinnenteile für den Audi A4 herstellen. Der Anteil des aus Fahrzeugen recycelten Stahls am Coil könnte laut Audi künftig steigen. „Bislang endet Stahl nach dem Altfahrzeugrecyclingprozess meist als Baustahl“, beschreibt die Sprecherin.
„Design for Circularity“ – für Recycling ausgelegt
Damit Recycling umfangreich funktionieren kann, müssen die Komponenten in der Produktentwicklung und Konstruktion entsprechend designt sein. Auch darin geht es im Projekt Material Loop; um das sogenannte „Design for Circularity“.
Dabei sollen Bauteile und Komponenten hinsichtlich Materialauswahl, Materialzusammensetzung und Modularität so gestaltet werden, dass sie im Verwertungsprozess sortenrein getrennt werden können. Im Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem Volkswagen-Konzern ein Leitfaden für Lieferanten entstanden. Er beschreibt, wie sich Kunststoffbauteile so gestalten lassen, dass sie sich in der Fertigung häufiger wiederverwenden lassen.
Im Projekt „PlasticLoop“ geht es um das Wiederverwenden von Kunststoffen. Hier hat Audi der Sprecherin zufolge mit dem Kunststoffhersteller Lyondell Basell einen neuen Prozess etabliert. Erstmals wird dabei chemisches Recycling für gemischte automobile Kunststoffabfälle angewendet: in der Serienproduktion des Audi Q8 E-Tron.
Partner des Projektes Material Loop sind:
Alumetal
Circularise
Fraunhofer IVV
HKS
Lyondell Basell
KIT
Lavergne
LRP Autorecycling
Novelis
Prognos
Reiling
Remondis
Saint-Gobain
Tomra
TSR
Voestalpine
Volkswagen
WIPAG
Altglas und Aluminium in die Produktion zurückführen
Seit Frühjahr 2022 recycelt Audi in einem weiteren Pilotprojekt automobiles Altglas. Autoscheiben werden zerkleinert und sortiert. Das gewonnene Glasgranulat wird eingeschmolzen und zu neuem Flachglas für die Automobilindustrie verarbeitet. Das recycelte Glas findet sich laut der Sprecherin bereits in der Produktion des Q4 E-Tron.
Seit dem Jahr 2017 führt Audi außerdem Aluminium einem Recyclingkreislauf zu: an seinen Standorten Ingolstadt, Neckarsulm und Győr, und am Volkswagen-Standort Bratislava. Die Aluminiumblechverschnitte aus dem Presswerk werden dabei direkt an den Lieferanten zurückgeliefert. Dieser recycelt sie zu Aluminiumblechen gleicher Qualität.
Recycling in der Autoindustrie
Auch andere Autohersteller nutzen entsprechende Verfahren. Die Leichtmetallgießerei von BMW zum Beispiel wurde kürzlich von der Aluminium Stewardship Initiative zertifiziert für den nachhaltigen Einsatz von Aluminium. Ford gibt an, dass seine Fahrzeuge „zu mindestens 85 Prozent recycelbar und zu 95 Prozent verwertbar sind“; nach der ISO 22628. Die Norm beschreibt ein Berechnungsverfahren für die Recycling- und Verwertungsquote eines neuen Straßenfahrzeuges.
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Das Pilotprojekt Material Loop läuft noch bis Ende April. Audi-Chef Markus Duesmann will vor allem Primärmaterialien sparen. „Gleichzeitig kann der direkte Zugriff auf Sekundärmaterialien perspektivisch zu einer verbesserten Versorgungssicherheit beitragen. Rohstoffe müssten nicht erst neu gewonnen werden“, sagt Duesmann.