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Auto Shanghai 2015: Neues Selbstbewusstsein

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China will mehr Hybrid-Autos

Dass China mehr sein will als eine international belächelte Kopierwerkstatt, zeigt in Shanghai beispielsweise das Debüt des Geely GC9. Die große Limousine in westlichem Design ist voll mit Volvo-Technik und auf den ersten Blick ordentlich verarbeitet. Der Kaufpreis ist nur ungefähr halb so hoch wie bei vergleichbaren Modellen ausländischer Marken. Europas Autohersteller dürften das mit Sorge sehen, gilt ihnen China doch trotz des zuletzt weniger rasanten Wachstums weiterhin als Eldorado. Vor allem die Premium-Hersteller schätzen die reiche und prestigesüchtige Kundschaft. Mercedes lockt mit der seriennahen Studie des SUV-Coupés GLC, Volvo ist mit einer superluxuriösen, viersitzigen Variante seines neuen Oberklasse-SUV XC90 nach Shanghai gekommen, Audi hat extra eine benzinbetriebene Plug-in-Version des Q7 entwickelt und BMW präsentiert mit dem X5 40e gleich einen direkten Konkurrenten. Der Steckdosen-Hybrid ist in China politisch gewollt, weil reine Elektroautos auch dort Absatzschwierigkeiten haben. Die deutschen und europäischen Hersteller wollen partizipieren, Audi mit der Plug-in-Langversion des A6, Peugeot mit der Studie 308 R Hybrid.

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Gegenwind für Importeure

Doch das Geschäft wird wohl künftig immer schwieriger. Mit dem südchinesischen Shenzen hat nun die mindestens siebte Metropole des Landes Zulassungsbeschränkungen für neue Pkw erlassen, um den Verkehrsinfarkt in den Griff zu bekommen. Hinzu kommt der forcierte Kampf gegen Korruption, der potenzielle Kunden verunsichert. Und nicht zuletzt steigen Chinas Behörden und Ministerien von den teuren Auslands-Karossen immer häufiger auf heimische Produkte um. Das gilt auch für viele Käufer. Die wohnen mittlerweile vor allem im Hinterland, der mittlerweile wahren Boomzone des Riesenreiches. In den dortigen Millionenstädten ist der Markt noch nicht gesättigt, die wachsende Mittelschicht braucht ihre ersten Fahrzeuge. Die westlichen Marken sind dort weniger stark als an den Küsten. Und ihnen fehlen die richtigen Fahrzeuge: Denn ihre SUV sind in der Regel viel zu teuer. Sorgen machen müssen sich die deutschen Hersteller jedoch nicht: Auch ein gebremstes Wachstum in China bedeutet in absoluten Zahlen mehr Zuwachs als irgendwo anders auf der Welt.

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