Automotive OS
Was ein Auto-Betriebssystem für Zulieferer bedeutet
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Viele Autohersteller arbeiten an einem Betriebssystem für ihre Produkte. Dabei geht es nicht nur um moderne Technik und Geschäftsmodelle, sondern auch um Kontrolle. Das verändert die Beziehungen zu den Zulieferern.
VW.OS, Arene OS (Toyota), Xmart OS (Xpeng), MB.OS (Mercedes-Benz), Ford.OS – nahezu jeder OEM hat inzwischen eine Softwareplattform (zumindest marketingseitig) lanciert, die geradezu sinnbildlich für die Transformation zum Software-defined Vehicle steht. In diesem Kontext werden gerne Vergleiche mit Betriebssystemen aus der Konsumgüterindustrie aufgestellt, wie das „Windows“ oder „iOS“ für das Fahrzeug. Auch wenn der Vergleich hier eingeschränkt ist, so zeigt es doch die klare Devise an die Kunden: Das Fahrzeug ist ein Gerät, das ganz ähnlich funktionieren soll wie ein Smartphone, d. h. mit regelmäßigen Updates, neuen Funktion nach Auslieferung und nahtlos in den Alltag eingebettet.
Was ist ein „Operating System“ (OS)?
Doch was genau ist ein „Operating System“ (OS) im Automotive-Kontext? Diese vermeintlich einfache Frage ist bei Weitem nicht trivial. Im Zuge einer Befragung von Industrieexperten (Berylls Automotive OS Study 2023) sind 82 Prozent stark der Meinung, dass es in der Branche kein einheitliches Verständnis über den Inhalt des Automotive OS gibt. Wagt man einen Versuch einer möglichst konsensfähigen Definition, so lässt sich das Automotive OS wohl am ehesten als Softwareplattform und Entwicklungs-Framework bezeichnen, das von Kerndiensten (z. B. Hypervisor) über die Middleware (z. B. Kommunikationsschnittstellen) bis hin zu Plattformdiensten (z. B. Fahrzeugstatus) reicht.
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