Autonomes Fahren „Wir brauchen Umsetzungsprojekte“

Das Gespräch führte Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 5 min Lesedauer

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Viele sehen Deutschland beim automatisierten Fahren aufgrund vorhandener Gesetze und guter Forschung in der Vorreiterrolle. Es fehlen jedoch konkrete Tests in der Praxis, mahnt Jan Reich vom Fraunhofer IESE.

Jan Reich vom Fraunhofer IESE: „In den nächsten fünf Jahren wird sich das hochautomatisierte Fahren vor allem durch die breitere Anwendung von Assistenzsystemen der Stufen 2 und 3 weiterentwickeln.“(Bild:  Fraunhofer IESE)
Jan Reich vom Fraunhofer IESE: „In den nächsten fünf Jahren wird sich das hochautomatisierte Fahren vor allem durch die breitere Anwendung von Assistenzsystemen der Stufen 2 und 3 weiterentwickeln.“
(Bild: Fraunhofer IESE)

Für Assistenzsysteme hat sich die Definition der SAE (Society of Automotive Engineers) weitgehend durchgesetzt: von Level oder Stufe 0 nicht automatisiert bis Level 5 voll autonom. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (Bast) plädiert hingegen für eine einfachere Einordnung der automatisierten Fahrfunktionen. Sie – und auch Euro NCAP – verwenden die Begriffe „Assistierter Modus“ (Level 1 und 2), „Automatisierter Modus“ (Level 3) und „Autonomer Modus“ (Level 4 und 5).

Die Nomenklatur des Verbraucherschutzes löst die Stufe 3 des automatisierten Fahrens von den anderen Automatisierungsgraden. Jan Reich erläutert die zusätzlichen technischen Herausforderungen, die bei jedem Sprung auf den nächsten Automatisierungsgrad auf die Entwickler zukommen. Er leitet seit dem Jahr 2024 die Abteilung Safety Engineering am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE.