Assistenzsysteme Veoneer sichert sich Zugang zu 4D-Radartechnik

Von Sven Prawitz

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Der Automobilzulieferer hat einen Partner gefunden, mit dem er 4D-Radarsensoren entwickeln möchte. Die 360-Grad-Sensortechnik soll Mitte März 2023 für die Validierung im Fahrzeug zur Verfügung stehen.

Veoneer Testfahrzeug für Assistenzsysteme.(Bild:  Veoneer)
Veoneer Testfahrzeug für Assistenzsysteme.
(Bild: Veoneer)

Veoneer und Arbe Robotics wollen künftig gemeinsam Radarsensoren entwickeln. Wie der Zulieferer mitteilt, habe die hochauflösende 2K-Surround-Technik des Start-ups den Ausschlag gegeben. Veoneer will nun zwei Surround-4D-Imaging-Radare entwickeln und vermarkten, die auf den Referenzdesigns von Arbe aufbauen: eine hochauflösende 360-Grad-Sensortechnik mit großer Reichweite und 48x48 HF-Kanälen (Tx/Rx) und eine mit 24x12 HF-Kanälen. Die Komponenten sollen mit der Wellenleitertechnik von Veoneer kombiniert werden, was die Antenneneffizienz erhöhen und die Leistungsvariabilität im Herstellungsprozess reduzieren soll.

Das neue Surround-Radar wird voraussichtlich Mitte 2023 in die Vorserie gehen. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir weltweit nach dem passenden 4D-Radar-Unternehmen gesucht. Durch die Partnerschaft mit Arbe Robotics wird Veoneer in der Lage sein, skalierbare 4D-Radarsensoren in Automobilqualität zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten“, sagt Jacob Svanberg, CEO von Veoneer.

4D-Radar statt Lidar

Der Markt für bildgebende Radare kommt immer mehr in Bewegung: Ende August hat beispielsweise Renesas ein auf die Technik spezialisiertes Unternehmen gekauft. In China setzen mehrere Autohersteller auf die sogenannten 4D-Imaging-Radare statt auf die Lidartechnik. Es sind mehrere Modelle angekündigt, die die Millimeterwellen-Radartechnik nutzen. Zum Einsatz kommen dabei Systeme von Hasco (mit NXP-Chip), Huawei, Bosch und ZF.

Das 4D-Radar wird als wichtiger Schritt zu einem deutlich verbessertem Sensor gesehen. Heutige Standardgeräte eignen sich gut, um Bewegungen und Geschwindigkeiten relativ zum eigenen Fahrzeug zu messen. Mit Wellenlängen im Millimeterbereich und verbesserten Mikrochips soll die neue Radartechnik Bilder aus Punktwolken erzeugen.

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