Architektur Projektgruppe stellt Supercomper für automatisierte Fahrzeuge vor

Von Sven Prawitz 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

28 Forschungspartner präsentieren einen Demonstrator für autonomes Fahren. Die zentrale Rechenplattform „Mannheim-CeCaS“ bündelt alle Fahrzeugfunktionen in einem einzigen echtzeitfähigen System.

Der Demonstrator hat einen echtzeitfähigen Supercomputer für das autonome Fahren. (Bild:  Infineon)
Der Demonstrator hat einen echtzeitfähigen Supercomputer für das autonome Fahren.
(Bild: Infineon)

28 Forschungspartner aus Industrie und Wissenschaft haben einen neuen Supercomputer „Made in Germany“ vorgestellt: Einen Demonstrator einer zentralen Rechenplattform für die Automobilindustrie. Unter der Leitung von Infineon wurde im Forschungsprojekt „Mannheim-CeCaS“ (Central Car Server) ein echtzeitfähiger Supercomputer für das automatisierte Fahren der Stufen 3 bis 5 entwickelt.entwickelt.

Das Projektkonsortium hat an der Gestaltung von Prozessoren, Schnittstellen und Systemarchitekturen gearbeitet. Eine flexible Softwareumgebung wurde speziell auf die Anforderungen neuester Algorithmen im Automobil abgestimmt, insbesondere für den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). Das Team hat die Intelligenz des Fahrzeugs in einer zentralen Hardware-Software-Architektur gebündelt.

Demonstrator ist validiert

Die unterschiedlichen Module werden gleichzeitig über einen Rechenknoten reguliert. Das umfasst sicherheitskritische Systeme wie Motor, Getriebe und Bremsen ebenso wie Bordkameras, Einparkhilfen, Temperatur- und Abstandssensoren, Motoren für Fensterheber und Sitzverstellung oder Klimaanlage und Bord-Entertainment. Die Kommunikation der Komponenten untereinander erfolgt in Echtzeit. Das Forscherteam setzte dazu auf eine Ethernet-basierte Netzwerktechnik. Trotz des riesigen Datenvolumens bleibe das Mannheim-CeCaS System extrem flexibel und skalierbar. Zudem kann das Fahrzeug per WLAN aktualisiert werden, der Weg in die Werkstatt für Updates entfällt.

Laut Infineon wurde der zonen-basierte Demonstrator in neun Monaten umgesetzt und validiert. Die vollständige Automotive-Qualifizierung auf Systemebene wurde vorbereitet. Die gewonnenen Erkenntnisse können auch in der modularen Chiplet-Technik oder RISC-V-basierten Applikationsprozessoren Eingang finden.

Die Projektpartner (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Ambrosys, Potsdam
  • Aumovio, Frankfurt am Main
  • AVL Software and Functions, Regensburg
  • Berliner Nanotest und Design, Berlin
  • Cariad, Wolfsburg
  • Emmtrix Technologies, Karlsruhe
  • Fraunhofer ENAS, Chemnitz
  • Fraunhofer IPMS, Dresden
  • Fraunhofer IMWS, Halle/Saale
  • Fraunhofer IZM, Berlin
  • FZI Forschungszentrum Informatik, Karlsruhe
  • Glück Engineering, Neckartailfingen
  • Hella, Lippstadt
  • Hochschule für angewandte Wissenschaften, München
  • Inchron, Erlangen
  • Infineon Technologies, München
  • Infineon Technologies Semiconductor, Langen
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe
  • Kernkonzept, Dresden
  • Missing Link Electronics, Neu-Ulm
  • Robert Bosch, Schwieberdingen
  • Swissbit Germany, Berlin
  • STTech, München
  • Technische Universität München
  • Technische Universität Chemnitz
  • Universität zu Lübeck
  • Steinbeis-Transferzentrum Wärmemanagement in der Elektronik (ZFW), Walddorfhäslach
  • ZF Friedrichshafen, Friedrichshafen

Das Projektvolumen von gut 88 Millionen Euro wurde aus Investitionen der Industrie sowie mit einer 52-Prozent-Co-Förderung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unterstützt.

(ID:50620971)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung