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Werkstoffe

Bedarf an Kobalt für E-Autos verdoppelt sich

| Autor/ Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Thomas Günnel

Lithium-Ionen-Akkus benötigen Kobalt. Die gestiegene Nachfrage nach Elektrofahrzeugen lässt jetzt die Nachfrage nach dem Werkstoff deutlich ansteigen – obwohl die Abbaubedingungen bis heute teilweise menschenunwürdig sind.

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Der Bedarf an Kobalt für die Akkus von Elektrofahrzeugen hat sich im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt.
Der Bedarf an Kobalt für die Akkus von Elektrofahrzeugen hat sich im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt.
(Bild: Volkswagen)

Der Bedarf an Kobalt für Elektrofahrzeuge hat sich im ersten Halbjahr 2019 mehr als verdoppelt. Weltweit wurden 6.100 Tonnen des Stoffes für Fahrzeug-Akkus verwendet, wie aus dem Kobalt-Report des Informationsdienstleisters „Adamas Intelligence“ hervorgeht. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das mehr als einer Verdopplung: plus 107 Prozent. Ergänzt um den Kobalt-Bedarf für Hybridautos, stiegt der weltweite Bedarf um 81 Prozent auf 7.200 Tonnen.

Größter Verbraucher war das koreanische Unternehmen LG Chem mit mehr als 1.400 Tonnen, gefolgt von CATL, Panasonic, BYD und Samsung. Die asiatischen Konzerne stellen Zellen und ganze Akkus her, die sie an die Autohersteller liefern.

Menschenunwürdiger Abbau des Werkstoffes

Kobalt ist umstritten, da das Übergangsmetall zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen aus Minen geholt wird. Der Großteil der weltweiten Minenproduktion stammt aus dem Kongo, Russland und Kuba folgen mit großem Abstand. Die Autohersteller forschen aktuell an Wegen, den Kobaltgehalt in den Akkus ihrer Fahrzeuge deutlich zu senken.

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