Workshop Innenraum-Emissionen

Beutel-Emissions-Tests für asiatische OEMs

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Bestehende Geruchstests verbessern

Auf Dr. Freudenmann folgte Björn Maxeiner von der Odournet GmbH. Er ging während seines Workshop-Beitrags nochmals tiefer auf bestehende Geruchtest-Methoden ein. Eine der bekanntesten Methoden ist laut Maxeiner die VDA 270. Sie ermittelt Geruchscharakteristika von Dekormaterialien im Kfz. Seit 2012 besteht aber noch eine neue Methode mit der ISO 16000-28:2012, die in der Bauindustrie zur Anwendung kommt. Sie dient dort der Ermittlung von Geruchs-Emissionen von Bauprodukten, wobei Testkammern genutzt werden.

Neben diesen beiden Standards hat Odournet nun noch eine dritte interne Methode entwickelt, die auf der VDI 3882 basiert. Maxeiner ging nun auf die drei Methoden der Geruchsintensität ein, die sich insbesondere durch die Skalen unterschieden. Während beim VDA-Test nur drei Personen den Geruch prüfen, sind es bei der ISO- und Odournet-Variante acht bzw. zwölf.

VDA-Methode ist unpräziser

Anhand konkreter Test-Ergebnisse wies der Diplom-Ingenieur nach, dass das ISO- und das Odournet-Verfahren wesentlich präzisere Werte ergeben. Die Hauptgründe liegen für ihn in der standardisierten Probenpräsentation, der Nutzung von Referenzwerten und der höheren Zahl von Versuchsteilnehmern. Das VDA 270-Verfahren ist als Screening-Methode anerkannt, die aber eine geringe Präzisionsperformance zeigt.

Im Jahr 2014 erfolgte dann ein Leistungstest der VDA-Methode. Allerdings gab es nun eine Trainings-Reihe für die Präparate. Zudem wurde die Zahl der Proben erhöht und eine Befragung inkludiert. Bei der Betrachtung mehrerer Labore wurden die Leistungen nun vergleichbarer. Zudem hatten die Trainings-Reihen laut Maxeiner einen positiven Einfluss auf die Qualität der Ergebnisse. Dennoch erreichen nur ca. 65 Prozent der Teilnehmer ein erfolgreiches Ergebnis.

Die werden nun zunehmend benötigt und für die VDA 270-Methode ist der nächste für das Jahr 2016 geplant.

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