Zulieferer Bosch will weitere Stellen streichen – etwa 1.200 Jobs betroffen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Zusätzlich zu dem im Dezember angekündigten Stellenabbau sollen weitere Arbeitsplätze wegfallen. Betroffen sind Mitarbeiter aus dem Bereich Fahrzeug-Elektronik und -Software.

Bosch und Arbeitnehmervertreter haben einen Zukunftsplan erarbeitet. Er schließt unter anderem betriebsbedingte Kündigungen an deutschen Mobility-Standorten bis 2027 aus.(Bild:  Bosch)
Bosch und Arbeitnehmervertreter haben einen Zukunftsplan erarbeitet. Er schließt unter anderem betriebsbedingte Kündigungen an deutschen Mobility-Standorten bis 2027 aus.
(Bild: Bosch)

Der Autozulieferer Bosch erwägt einen größeren Stellenabbau im Bereich Fahrzeugelektronik und -Software. Es gehe nach aktuellem Stand im Bereich Cross-Domain Computing Solutions um etwa 1.200 Stellen, die bis Ende 2026 weltweit entfallen sollen, teilte eine Bosch-Sprecherin am Donnerstag mit. In Deutschland könnten bis zu 950 Jobs betroffen sein. Die Mitarbeiter seien am Mittwoch über die Planungen informiert worden. Im nächsten Schritt wolle man Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufnehmen. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet.

Der Geschäftsbereich Cross-Domain Computing Solutions ist zum Beispiel für Fahrzeugcomputer, Sensoren und Steuergeräte sowie die entsprechende Software zuständig. Entwickelt werden dort unter anderem Assistenzsysteme, Funktionen zum automatisierten Fahren und Infotainmentsysteme. Der Bereich hat der Sprecherin zufolge mit deutlich größeren Herausforderungen zu kämpfen als erwartet. Wie andere Unternehmen müsse man daher die schwierige Balance zwischen Investitionen und Kostendisziplin halten.

Bosch hatte erst im Dezember angekündigt, einen Stellenabbau von bis zu 1.500 Jobs in der Antriebssparte zu erwägen. Der Konzern peilt in beiden Fällen sozialverträgliche Lösungen an. Man stehe zu der mit Arbeitnehmervertretern geschlossenen Zukunftsvereinbarung, sagte die Sprecherin. Die Vereinbarung aus dem vergangenen Sommer schließt betriebsbedingte Kündigungen für die knapp 80.000 Beschäftigten der Zulieferersparte in Deutschland bis Ende 2027 aus.

Weitere Zulieferer planen ebenfalls Jobabbau

Auch bei anderen großen deutschen Zulieferern herrscht vor dem Hintergrund eines schwachen Automarkts und des Umbaus in Richtung Elektromobilität Unruhe. Bei ZF Friedrichshafen teilte in dieser Woche der Betriebsrat mit, dass bis 2030 rund 12.000 Stellen in Deutschland verschwinden könnten. Das Unternehmen bestätigte das nicht. Bei Continental soll eine mittlere vierstellige Zahl an Arbeitsplätzen in der kriselnden Autosparte wegfallen. Das Unternehmen will damit seine Kosten um 400 Millionen Euro reduzieren.

Beim Familienunternehmen Brose sollen nach dem Abbau von 2.000 Stellen in den vergangenen Jahren, weitere Arbeitsplätze in Deutschland entfallen. Konkrete Zahlen nannte ein Sprecher des Zulieferers nicht. CEO Philipp Schramm will die Personalkosten um zehn Prozent senken.

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