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Business-Autos: Luxus mit Dieselantrieb

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Über 100.000 Euro sind drin

Komfort und Sicherheit sind Trümpfe des Business-Autos, das in Deutschland selbst in der Kombiversion vielfältig als Dienstwagen vorfährt. So kommt etwa laut „Auto, Motor und Sport“ auf Vorstandsebene bei Kaiser‘s Tengelmann ein Audi A6 Avant 3.0 TDI zum Einsatz. Abgesehen von der Wahl der Modellversion und des Motors ist bei den drei Premium-Marken die Individualisierung des Autos so weitgehend möglich, dass in allen Aspekten fast Oberklasseniveau erreichbar ist.

Nutzt der Käufer die Optionen der Ausstattungsliste, wird beispielsweise der Basispreis, der im Großen und Ganzen bei allen drei Anbietern um 40.000 Euro liegt, schnell und deutlich überschritten. Wer sich nicht zurückhält oder halten muss, zahlt zusätzlich weit mehr als die Hälfte des Grundpreises für angenehme, hilfreiche und schützende Sonderausstattungen. Wird mit der Wahl des Antriebs auf höhere Leistung, Allradantrieb und technische Leckerbissen Wert gelegt, kann der Business-Wagen der oberen Mittelklasse auch die Preisgrenze von 100.000 Euro reißen.

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Basisdiesel am verbreitetsten

Die drei Business-Modelle sind zwar auch als potente Sportlimousinen zu ordern, doch das Gros der Bestellungen von Privatkäufern sowie von Flotten und Dienstwagenfahrern dürfte auf die Basisdiesel entfallen. Diese sind auf Einhaltung der 130-Gramm-CO2-Grenze ausgelegt und deshalb auch besonders flottenfreundlich. In Tests bestätigten die Basis-Dieselmotorisierungen in den Limousinen Mercedes E 200 BlueTEC (100 kW/136 PS, 360 Nm) sowie Audi A6 2.0 ultra (110 kW/150 PS, 350 Nm) und BMW 518d (110 kW/150 PS; 360 Nm), die günstigen Werksangaben mit Verbräuchen im Fahralltag um sechs Liter je 100 Kilometer, auch in der Kombiversion, die generell etwa 0,2 Liter mehr verbrauchen. Das sind Werte, die auch in der Golfklasse nicht unüblich sind. Die Wahl der Dieselmotoren ist zügigem und umweltverträglichem Reisen angemessen. Alle Testfahrzeuge waren mit Sechsgang-Schaltgetriebe ausgerüstet und erreichen Höchstgeschwindigkeiten um 210 km/h.

Im Schnitt sieben Liter Verbrauch

Die leistungsstärkeren Dieselmotoren schluckten im Test freilich mehr, was sich jedoch relativierte, weil Automatikgetriebe die Kraftübertragung in den Test-Kombis übernahmen. So betrug der Verbrauch des Mercedes E 220 BlueTec T-Modell (125 kW/170 PS; 400 Nm) mit Siebengang-Wandler-Automatik durchschnittlich 6,8 l/100 km - minimal 5,6 Liter und maximal 8,1 Liter. Den Durchschnitt erreichen fast mit sieben Litern der Audi A6 Avant 2.0 ultra S-tronic mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe sowie der BMW 520d Touring mit Achtgang-Wandler-Automatik (beide: 140 kW/190 PS; 400 Nm) – der minimale Verbrauch betrug 5,5 Liter, der maximale 9,3 Liter bei sehr sportlichem Einsatz.

Mehr Leistung ohne deutlichen Mehrverbrauch

Akzeptabel bleibt der Verbrauch auch noch bei mehr Power. Mit 160 kW/218 PS Leistung und 450 Nm maximalem Drehmoment sowie Sechsgang-Schaltgetriebe brachte es der 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel im BMW 525d auf den passablen Durchschnitt von 7,3 l/100 km, der aber weit entfernt ist vom EU-Testzykluswert von 4,9 l/100 km. Das gilt auch für den Turbodiesel-Sechszylinder im Mercedes E 300 BlueTec T-Modell mit Neungang-Automatik „9G-Tronic“. Der ermöglicht mit 170 kW/231 PS und 540 Nm maximalem Drehmoment dem Geschäftsreisenden komfortables und schnelles Fahren bis über 240 km/h. Mit Verbräuchen von 6,3 Litern bis 8,0 Liter kam er im Mittel auf einen Alltagskonsum von 7,5 l/100 km – im EU-Normtest kommt er auf 5,2 l/100 km, entsprechend 137 g CO2/km.

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