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Mercedes-Benz

C-Klasse T-Modell: Der ferngesteuerte Edel-Kombi

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Erste Einblicke ins Innenleben

Vier Monate vor dem Marktstart gewährte Mercedes jetzt erstmals tiefere Einblicke in das Innenleben des Business-Lasters, der in Deutschland gut 60 Prozent aller C-Klasse-Verkäufe stemmt. Der vordere Teil des T-Modells wurde von der Limousine übernommen. Die ab der B-Säule leicht abfallende Dachpartie mixt Eleganz mit einem gehörigen Schuss Sportlichkeit. Außerdem wirkt die durchgehende Fensterfront schmaler als sie ist und sorgt so für zumindest gefühlte Dynamik schon im Stand. In Summe lässt der Stuttgarter Debütant nicht nur seinen Vorgänger, sondern auch die Kombi-Rivalen vom 3er-BMW und dem Audi A 4 recht bieder aussehen.

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Das Motorenangebot des neuen T-Modells entspricht dem der Limousine. Fünf Diesel-Vierzylinder decken einen Bereich von 115 bis 204 PS ab. Die stärkste Variante ist auch als Hybridversion zu haben, bei der 27 zusätzliche PS eines Elektromotors beim Treibstoffsparen helfen. Mit einem Normverbrauch von 3,8 Litern auf 100 Kilometer ist der Hybrid das derzeit genügsamste T-Modell in der C-Klasse-Familie. Für die Fans von Benzinern bietet Mercedes die Wahl unter drei Vierzylindern und einem Sechszylinder (156 bis 333 PS). Später folgt ein Plug-In-Hybrid, dessen Batterie an der Steckdose aufgeladen werden kann. Er kombiniert einen 210 PS Benziner mit einem gut 70 PS starken Elektromotor. Entwicklungschef Thomas Weber wollte keine näheren Daten des Öko-Kombis nennen, versprach aber: „Mit diesem Auto werden wir alle überraschen“.

Rund 20 Prozent sparsamer

Unterm Strich wurde der Neuling heute schon um rund 20 Prozent sparsamer. Großen Anteil daran hat eine fast schon radikale Abspeckkur um gut 65 Kilogramm. So bestehen jetzt gut 49 Prozent der Fläche des T-Modells aus leichtem Aluminium. Bisher waren es gerademal neun Prozent. Mercedes hat errechnet, dass der C-Kombi jetzt die Hitliste der Leichtesten seiner Art anführt. Das wird Audi, bislang als Federgewichtsmeister gefeiert, mit sorgenvollem Argwohn registrieren. Zum Sparerfolg trägt dann noch die Verbesserung der Aerodynamik (cW 0,27) und das Start-Stopp-System für alle Motorversionen bei. Fest in alle T-Modelle ist das Notrufsystem E-Call eingebaut, das bei einem Unfall Hilfe rufen kann. Es springt zum Beispiel an, wenn die Airbags ausgelöst wurden.

Auf Wunsch gibt es eine Luftfederung oder Allradantrieb, fast alle bekannten Assistenzsysteme vom mitdenkenden „Abstandsradar“ bis hin zum serienmäßigen Notbremsen bei Aufprallgefahr oder auch ein Head-Up-Display. Alles schon von der Limousine her bekannt. Umgekehrt werden der Viertürer und andere Baureihen die erstmals im T-Modell erlebbare, „Auto-Telepathie“ übernehmen. Ab Ende des Jahres kann das „Connect me“ auch bedenklichen Verschleiß von wichtigen Aggregaten oder eine nötige Wartung an die Werkstatt melden. Möglich wird es auch sein, ein geographisches Gebiet festzulegen und umgehend eine automatische Meldung zu erhalten, wenn „mein Auto“ das Gebiet verlässt.

Die Preise will Mercedes noch nicht verraten, sie sollen aber gegenüber dem jetzigen Modell nur moderat steigen. Damit könnte der Stuttgarter Schönling recht deutlich unter der 40.000-Euro-Grenze bleiben.

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