Zulieferer ContiTech will fünf Werke schließen

Von Claus-Peter Köth 1 min Lesedauer

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Der Zulieferer Continental will in Deutschland fünf Werke seiner Sparte ContiTech schließen. Von den geplanten Maßnahmen sind etwa 580 Arbeitsplätze betroffen.

Der Continental-Unternehmensbereich ContiTech will in Deutschland fünf Werke schließen.(Bild:  Continental)
Der Continental-Unternehmensbereich ContiTech will in Deutschland fünf Werke schließen.
(Bild: Continental)

Der Continental-Unternehmensbereich ContiTech bereitet für das Jahr 2025 weitere strukturelle Veränderungen an deutschen Standorten vor, heißt es in der Pressemitteilung. Geplant sei die Einstellung der Produktion an den Standorten Bad Blankenburg (Thüringen), Stolzenau (Niedersachsen) und Moers (Nordrhein-Westfalen) sowie die Einstellung des Werkzeugbaus am Doppelstandort Frohburg und Geithain (Sachsen). 

Zudem sollen die Aktivitäten des künftig eigenständigen Geschäftsfeldes Original Equipment Solutions (OESL) am Standort Hamburg verkleinert werden. Im Zuge der geplanten Verselbständigung des Continental-Unternehmensbereichs Automotive soll außerdem die Produktionslinie vom ContiTech-Standort Hannover-Vahrenwald an einen Automotive-Standort verlagert werden. Insgesamt seien voraussichtlich etwa 580 Arbeitsplätze betroffen. 

Philip Nelles, Leiter des Unternehmensbereichs ContiTech.(Bild:  ContiTech)
Philip Nelles, Leiter des Unternehmensbereichs ContiTech.
(Bild: ContiTech)

„Mit den geplanten Maßnahmen reagieren wir auf eine veränderte Marktsituation, die in einigen Kundenbranchen von starken und anhaltenden Nachfragerückgängen geprägt ist. Insbesondere die Entwicklungen in der Automobilwirtschaft und beim Braunkohleabbau in Europa stellen uns vor Herausforderungen“, erklärt Philip Nelles, Mitglied des Continental-Vorstands und Leiter des Unternehmensbereichs ContiTech. 
Die schmerzhaften Schritte seien notwendig, um das Unternehmen nachhaltig wirtschaftlich aufzustellen. Ziel sei es, die geplanten Maßnahmen so sozialverantwortlich wie möglich zu gestalten und insbesondere möglichst vielen Beschäftigten einen Wechsel in andere Unternehmensteile zu ermöglichen.

„Wir sind zutiefst betroffen und bestürzt!“, reagiert der Vorsitzende des Conti-Gesamtbetriebsrats Rubber, Matthias Tote: „Zum einen sollen viele Kolleginnen und Kollegen gerade in strukturschwachen Regionen ihren Arbeitsplatz verlieren. Für sie muss es deshalb ein auch finanziell sehr starkes Auffangnetz geben. Zum anderen signalisiere das Vorgehen des Arbeitgebers „Alarmstufe Rot:  Hier wird tief in die Substanz geschnitten. Die Zukunft des ContiTech-Standorts Deutschland steht auf dem Spiel!“

Nach Unternehmensangaben sind bei ContiTech weltweit etwa 39.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 37 Ländern und Märkten beschäftigt. In Deutschland verfügt der Bereich über 22 Standorte mit insgesamt 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

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