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Fraunhofer ICT Crashsicherer Batterieschutz für E-Autos

| Redakteur: Bernd Otterbach

Ingenieure des Fraunhofer ICT wollen einzelne Komponenten in Elektrofahrzeugen durch Leichtbauteile ersetzen, ohne dass darunter die Stabilität oder die Sicherheit leidet.

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„Da es noch keine Möglichkeit gibt die Batterie an sich leichter zu machen, aber es für Elektroautos wichtig ist, Gewicht zu sparen, haben wir ein Batteriegehäuse entwickelt, das ultraleicht und trotzdem crash- und betriebssicher ist“, erklärt Manfred Reif, Projektleiter im Verbundprojekt „Fraunhofer-Systemforschung Elektromobilität“. 35 Kilogramm wiegt das neue Gehäuse, das die 340 Kilogramm schwere Batterie umschließt. Damit wiegt es rund 25 Prozent weniger als ein herkömmlicher Stahlbehälter.

Großserienfähiges Gehäuse als Ziel

„Das Gehäuse besteht aus einem Faserverbundstoff, ein Kunststoff in Kombination mit metallischen Einlegern“, so Reif. Damit soll das Gehäuse dem Zehnfachen der Erdbeschleunigung standhalten. Sogar wenn ein spitzer Gegenstand das Gehäuse mit Tempo 60 trifft, soll der hochempfindliche Akku im Inneren unverletzt bleiben. Die 16 Lithium-Ionen-Module werden zusätzlich sicher vor Feuchtigkeit geschützt.

Der besondere Faserverbundstoff ist das Schwierige an der Großserienproduktion. Mehrere tausend Teile sollen zukünftig täglich produziert werden. Dafür haben die Forscher eine spezielle Prozesskette entwickelt, die mit sogenannten „Zykluszeiten“ die Produktion optimiert. Das Gehäuse präsentieren die Wissenschaftler vom 27. bis 29. September auf der Messe Composites Europe 2011 in Stuttgart.

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