Batterietechnik „Das Rennen um die Zellchemie der Zukunft ist nicht vorbei“

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 3 min Lesedauer

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Der chinesische Batterie- und Autohersteller BYD lässt mit Megawattladen und Ladezeiten von wenigen Minuten aufhorchen. Für Technologieexperte Peter Fintl von Capgemini sind das wichtige Verkaufskriterien für E-Fahrzeuge.

Aktuelle BYD-Modelle sind noch keine ausgesprochenen Schnelllader – die Sportlimousine Seal schaffte im Test von »kfz-betrieb« maximal 150 kW.(Bild:  Rosenow – VCG)
Aktuelle BYD-Modelle sind noch keine ausgesprochenen Schnelllader – die Sportlimousine Seal schaffte im Test von »kfz-betrieb« maximal 150 kW.
(Bild: Rosenow – VCG)

Im Rennen um die meisten Kilometer pro Minute Ladezeit hat der chinesische Anbieter BYD mit einer neuen Zell- und Batteriegeneration namens „Super-E-Plattform“ vorgelegt. Sie verfügt über eine 1.000-Volt-Hochspannungsarchitektur und soll Ladeleistungen bis zu einem Megawatt ermöglichen. Damit würde das Laden eines E-Autos nicht mehr länger dauern als das Nachfüllen eines Benzintanks – die entsprechend leistungsfähige Infrastruktur vorausgesetzt.

Hersteller im Westen müssen nachziehen

Für Peter Fintl, Vice President Technology & Innovation bei der Unternehmensberatung Capgemini, ist dies ein Quantensprung, der das Rennen um die beste Zell- und Batterietechnologie neu entfachen wird. Hersteller im Westen müssten nun eigene Systeme auf den Prüfstand stellen und beim Thema „geladene Kilometer pro Minute“ nachziehen.