Fahrzeugentwicklung
Das Tempo-Duell
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Die chinesische Autoindustrie arbeitet effizient und schnell. Niedrigere Lohnkosten sind dabei nur Teil der Wahrheit. Die deutschen OEMs adaptieren den „China Speed“ zunehmend.
Bereits vor einem Jahr hatte es sich Markus Heyn auf dem Mobility Innovation Summit des VDA in Berlin zur Aufgabe gemacht, den Teilnehmern die Unterschiede zwischen der Entwicklungsarbeit in China und Deutschland aufzuzeigen: „Das schnellere Engineering in China sollten wir ernst nehmen“, appellierte der Bosch-Mobility-Vorstand an die Vertreter von Politik und Industrie. Heyn plädierte für mehr Risiko („Gut ist gut genug, statt Null-Fehler SOP“) und für mehr Entscheidungskompetenz für die Automobilzulieferer („minimale Anforderungen und gemeinschaftliche Entwicklungsarbeit mit Risikoteilung“). Überhaupt verging 2025 kaum eine Woche, in der nicht über die kurzen Entwicklungszyklen und die flexibel anpassbaren Strategien der chinesischen Autoindustrie diskutiert wurde. Oft unter dem Schlagwort „China Speed“.
Das vergangene Jahr war ebenso oft geprägt von schlechten Nachrichten. Vor allem, wenn man auf die Marktentwicklung der etablierten OEMs in China blickte. Die chinesischen Autofahrer hätten ihre heimischen Marken liebgewonnen, hieß es – aus Patriotismus und weil die lokalen OEMs in der Lage sind, sich stetig an die (neuen) Kundenwünsche anzupassen. Vornehmlich in den Feldern Cockpit und Assistenzsysteme.
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