Automobil Industrie

Der Lean & Green Efficiency Award

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20 Prozent Einsparpotenzial

Nicht nur die Automobilindustrie weiß seit der MIT-Studie vor 20 Jahren, dass schlanke Prozesse wirtschaftlich effizient sind. Nun kommt der ökologische Ansatz hinzu und auch diese Rechnung geht auf: Reduzierung des Energie- und Wasserverbrauchs, weniger Abfall und geringere Emissionen – der Umwelt tut’s gut und der Firmenkasse auch. Die „Green & Lean Efficiency“-Studie 2012, an der 25 namhafte Unternehmen teilnahmen, hat gezeigt, dass die Best-Performer bei den Ressourcenkosten binnen kurzer Zeit erhebliche Einsparungen erzielten. „Sie schätzen ihr eigenes Einsparpotenzial bei Ressourcen wie Energie oder Wasser auf mindestens weitere 20 Prozent in den nächsten drei bis fünf Jahren“, erläutert Hofer.

Die Preisträger 2012

Volkswagen Slovakia, Griwe Unformtechnik und die Leichtmetallgießerei im BMW-Komponentenwerk Landshut waren im vergangenen Jahr die Gewinner der „Lean & Green Efficiency“-Awards. Diese wurden in den Kategorien „OEM/Konzern“ sowie „Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU)“ verliehen. Die BMW-Leichtmetallgießerei wurde mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Alle drei Unternehmen haben Wege und Methoden gefunden, um die Effizienz schlanker Prozesse durch intelligente ökologische Maßnahmen und der Verankerung des Lean & Green-Gedankens bei den Mitarbeitern noch weiter zu steigern.

Volkswagen Bratislava: Ehrgeizige „Green“-Ziele

Das Volkswagen-Werk in Bratislava, das die SUV-Modelle VW Touareg und Audi Q5/Q7, die Karosserie des Porsche Cayenne und auch Kleinfahrzeuge wie den VW Up fertigt, verdoppelte die Produktionsstückzahlen innerhalb von drei Jahren. „Im gleichen Zeitraum reduzierte das Werk den Energieverbrauch pro Fahrzeug um 28 Prozent“, berichtet Hofer. Es waren technische wie organisatorische Maßnahmen, die zusammenspielten. Außergewöhnlich ist beispielsweise das „Patensystem“ bei Umwelt- und Energiethemen, über das Ziele und Vorgehensweisen top-down in alle operativen Bereiche hinein getragen werden. Bratislava ist überdies eines von über 20 VW-Werken weltweit, das im Rahmen des „Think Blue.Factory“-Programms der Marke Volkswagen ehrgeizige Ziele verfolgt: Bis 2018 sollen die Umweltbelastungen pro produziertem Fahrzeug und hergestelltem Komponententeil, wie Motoren oder Getriebe, um 25 Prozent gegenüber 2010 gesenkt werden.

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