Historie

Die Vorfahren des 7er

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Chronik

  • 1961: Weltpremiere des BMW 1500 als erstem Vertreter der sogenannten Neuen Klasse am 15. September auf der IAA in Frankfurt.
  • 1963: Die Fertigung des nächsten Neue-Klasse-Typs, des BMW 1800, beginnt im September.
  • 1965: Entwicklungsbeginn für einen viertürigen BMW „Großwagen“ mit Sechszylinder-Motor. Das Design des neuen Spitzentyps orientierte sich am Stil der Neuen Klasse und sollte Aufsteiger, Fahrer der früheren Typen 501 und 502 sowie Fahrer anderer Oberklasse-Modelle überzeugen.
  • 1966: Fahrerprobungsprogramme für die neuen Typen der Baureihe E3.
  • 1968: Der BMW E3 debütiert im April vor Bundes- und Landespolitikern als BMW 2500, im Sommer vor der Presse auch als BMW 2800 (1974 ersetzt durch den BMW 2.8 L). Produktionsanlauf BMW 2500 und 2500 Automatik im August. Die Miss Germany 1968 gewinnt einen BMW, wodurch die Marke passend zur Premiere der Baureihe E3 einmal mehr in den USA Schlagzeilen macht (dort war BMW zuvor bereits als eine der fünf besten Marken der Welt ausgezeichnet worden). Denn die Miss Germany stellt sich in Florida zur Wahl der Miss Universum. Pele, der damals berühmteste Fußballspieler der Welt, besucht die BMW-Werke und bezeichnet die bayerischen Modelle werbewirksam als „schnelle Stürmer unter den Automobilen“. Im September Vorstellung und Produktionsstart der neuen Coupé-Baureihe E 9 mit dem BMW 2800 CS als erstem Typ. Der 2800 CS ist eine Weiterentwicklung des 2000 CS.
  • 1969: Von Januar 1969 bis Ende 1976 werden die BMW E3 in besonderer Spezifikation für den nordamerikanischen Markt gebaut. Im Februar Produktionsanlauf des BMW 2800, gefolgt vom BMW 2800 Automatik im Mai. Im ersten vollen Produktionsjahr setzt BMW in Deutschland 18.481 Sechszylinder ab. Ein Achtungserfolg gegenüber Mercedes, denn die Marke mit Stern verkauft 49.048 Sechszylinderwagen (allerdings Strich-Acht und S-Klasse zusammen).
  • 1970: BMW verkauft in Deutschland 21.428 Autos der Baureihe E3, weniger als erhofft auch im Vergleich zur Stuttgarter Konkurrenz, die ihren Vorsprung hält. Deshalb bereiten die Münchner eine Modellpflege ihrer sogenannten Großwagen vor, inklusive 3,0-Liter-Motor.
  • 1971: Am 20. April debütieren in Hamburg die Spitzenversionen BMW 3.0 S und 3.0 S Automatik in der gleichzeitig eröffneten neuen BMW-Niederlassung in der Hansestadt. Neben der neuen Spitzenmotorisierung verfügt der 3,0-Liter-Sechszylinder über zusätzliche Komfortattribute im Fond wie Nackenstützen und Leselampen. Neu sind außerdem seitliche Schutzleisten, andere Rückleuchten und weitere optische Details wie Entfall der seitlichen Gitter in der C-Säule, die Zwangsentlüftung des Innenraums wird dabei in die Schlitze neben der Heckscheibe verlegt. Der Kühlergrill ist nun mattschwarz statt verchromt, hinzu kommt eine komfortbetontere Fahrwerksabstimmung. Im August folgt die Modellpflege für die Typen 2500/2800 und im September Serienstart für den 3.0 Si mit D-Jetronic (zum Ende der Produktionszeit mit L-Jetronic). Ab Oktober auch als 3.0 Si Automatik verfügbar.
  • 1972: Bundeskanzler Willy Brandt besucht BMW am Münchner Unternehmenssitz anlässlich der Fertigstellung des neuen Verwaltungsgebäudes „Vierzylinder“ und erklärt auf die Frage, warum das Kanzlerauto noch kein BMW sei, dass er privat BMW präferiere. Bei den 3,0-Liter-Typen übertrifft Nachfrage die Produktionskapazitäten so deutlich, dass längere Lieferzeiten anfallen. Während fast die gesamte deutsche Autoproduktion leicht rückläufig ist, legt BMW auch dank seiner jetzt erfolgreicheren Oberklasse antizyklisch zu
  • 1973: Die sowjetischen GAZ-Werke wollen den 2,5-Liter-Sechszylinder kaufen und in die GAZ-24-Wolga-Limousinen implantieren. BMW hält die fahrwerkstechnisch antiquierten Wolga für nicht geeignet für den Sechszylinder. Im Winter führen die sogenannte Ölkrise und das vorübergehende Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen zu einem Einbruch der Verkaufszahlen bei BMW.
  • 1974: Im Frühjahr wird mit dem BMW 3.3 L (optional als Automatik) eine 4,80 Meter messende Langversion mit zehn Zentimeter Extraradstand und neuer Motorvariante mit größerem Hubraum lanciert, außerdem mit Benzineinspritzung als BMW 3.3 Li (ab 1975 auch mit Automatik). Der 3.3 Li wird später mit auf 3,2 Liter reduziertem Hubraum gebaut
  • 1975: Im Januar Serienstart für die Langversionen BMW 2.8 L und 3.0 L (beide auch als Automatik, 3.0 L Automatik schon seit 04/1974), zugleich entfällt der „kurze“ BMW 2800
  • 1977: Anfang des Jahres endete nach und nach die Produktion aller Typen der Baureihe E3 nach insgesamt rund 222.000 Einheiten. Nachfolger wird der erste BMW 7er.
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