CoFAT 2014

Die Zukunft der Elektromobilität

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Mobilitätsdienstleistungen sollen den Durchbruch bringen

Wie Prof. Markus Lienkamp den Konferenzteilnehmern bereits bei seiner Begrüßung erläutert hatte, werden aus seiner Sicht entsprechende maßgeschneiderte Mobilitätsdienstleistungen der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen. Unter anderem werde sich die Einstellung zum Automobil in den kommenden Generationen grundlegend wandeln: Die Kunden werden vom Besitzer zum Benutzer. Erste interessante Serienfahrzeuge entstehen durch kundengetriebene Entwicklungen für regionale Belange. In den Startlöchern steht beispielsweise der Streetscooter, ein an der RWTH Aachen entwickeltes E-Fahrzeug für den Kurzstreckenlieferverkehr der Deutschen Post. Weiterhin von Interesse ist auch die Entwicklung von Ladeinfrastruktur-Konzepten: Hier sind völlig unterschiedliche Herangehensweisen notwendig, da die Rahmenbedingungen von Megacities wie Peking beispielsweise nicht auf Städte wie München übertragbar sind. Eine interessante Lösung kommt aus Berlin: „urbitricity“ schlägt vor, den Zähler in das Ladekabel zu integrieren. „Es ist keine Kommunikationseinrichtung in den Ladepunkten notwendig, daher werden die Ladepunkte deutlich billiger, und es fallen keine laufenden Kosten am Ladepunkt an“ erläuterte Dr. Stützle.

Prof. Dr. Herbert Kohler, Direktor für Konzernforschung und Nachhaltigkeit, Daimler AG, Stuttgart ist überzeugt, dass das Auto als „I Phone on wheels“ in die Zukunft fahren wird. In einem Key Note Vortrag mit dem Titel „Futurology 3.0: intelligent drive, connected c@r and zero emission vehicles“ fasste er die wesentlichen Erfolgsfaktoren für künftige Mobilität zusammen: „Design, Sicherheit, Nachhaltigkeit, Leichtbau, autonomes Fahren, e-drive“.

eMobiliät erfahren

Die 3. CoFAT ermöglichte erneut, sich bei Plenar- und Fachvorträgen, einer Ausstellung mit Marktplatz, einer Postersession mit Projekten von Forschern und Entwicklern und einem umfangreichen Rahmenprogramm über neueste Technologien, Konzepte und aktuelle Forschungsthemen aus drei zentralen Gebieten der Elektromobilität zu informieren:

13 Aussteller nutzten die Gelegenheit, ihre Forschungsprojekte zusätzlich bei Kurzvorträgen im Plenum sowie auf Postern in der Ausstellung zu präsentieren. Die Filmmitschnitte stehen auf Bayern Innovativ WebTV zur Verfügung.

Auf großes Interesse stieß auch das Angebot „eMobiliät zu erFahren“ des Schaufensters „Elektromobilität verbindet Bayern und Sachsen“. Über 70 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, Elektroautos wie den BMW i3 bei Probefahrten im Münchener Norden zu testen. Die CoFAT bewies sich auch in ihrer dritten Auflage als geeignete Plattform für die Vermittlung von neuen Ergebnissen aus wissenschaftlicher Forschung und industrieller Anwendung. Dieser Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft profitiert zudem von der Zusammenarbeit der Bayern Innovativ und der TU München.

Elektrofahrzeuge 2014: Plug-in Hybride
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