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Wird es jemals einen hundertprozentig kratzfesten Autolack geben?
Was Mikrokratzer, etwa verursacht durch die Bürsten der Waschanlagen, betrifft, haben wir bereits entscheidende Erfolge erzielt. Aber Schäden, verursacht durch den Autoschlüssel eines Vandalen, wird kein Klarlack trotzen können.
Selbst reinigende Fassadenfarben gibt es schon lange. Wann können wir mit einem selbst reinigenden Autolack – dem Traum aller Autobesitzer – rechnen?
Selbst reinigende Autolacke sind nach wie vor ein Forschungsthema. Hier werden wir uns weiter in Geduld üben müssen.
Woran liegt das?
Der Effekt der Selbstreinigung basiert auf einer speziellen Oberflächenstruktur des Lacks. Wir können solche Lotus-Effekt-Oberflächen heute schon darstellen, aber auf einem Auto wäre die Funktionalität nur sehr kurz gegeben. Die Struktur ist nicht abrasionsstabil und damit nicht witterungsresistent. Es tut mit leid, aber noch gelingt es uns nicht, diesen Effekt stabil auf Lackoberflächen zu realisieren.
BASF Coatings beliefert Autohersteller jeder Couleur – von Tata Motors bis Rolls Royce. Was unterscheidet einen Lack für den Nano von dem eines Phantoms?
Weniger als Sie vielleicht vermuten. Farbe und Glanz sowie die Grundfunktionen – vor allem Steinschlag- und Korrosionsschutz – müssen bei allen Kunden gleichermaßen auf hohem Qualitätsniveau erfüllt werden. Innovationen wie „iGloss“ werden Sie natürlich in den preissensibleren Segmenten vorerst noch nicht finden. Unser Angebot differenziert sich vor allem über die Breite des Farbangebots sowie den Umfang der Design- und Entwicklungsleistungen. Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben: Mit Rolls Royce arbeiten wir beim Farbdesign und in der Lackentwicklung sehr intensiv und eng zusammen.
Was darf Autolack heute kosten?
In der Lackherstellung hängen die Kosten zum Großteil von den Rohstoffen ab. Hier erlebten wir bei einigen Rohstoffen zuletzt massive Preiserhöhungen. Als Stellhebel zur Kostenoptimierung setzen wir auf schlanke, effiziente Prozesse und ein eng verknüpftes Produktionsnetzwerk.
BASF Coatings zählt in den drei deutschen Werken 2.600 Mitarbeiter. Wird der teure Produktionsstandort Deutschland in Frage gestellt?
Definitiv nein. Die höheren Personal- und Energiekosten kompensieren wir durch das hohe Qualitätsniveau, das wir hier erzielen.
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