Fahrerüberwachung Wenn dein Auto weiß, dass du getrunken hast

Von Sven Prawitz 5 min Lesedauer

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Sensoren im Lenkrad, Kameras und Software erkennen künftig, ob Fahrer müde, abgelenkt oder alkoholisiert sind. Die EU macht diese Technik zur Pflicht. Zulieferer bieten bereits Systeme an, die darüber hinausgehen.

Neue Überwachungssysteme können Vitalparameter erfassen. Manche ermitteln sogar die Blutalkoholkonzentration – ohne zu pieksen.(Bild:  Continental)
Neue Überwachungssysteme können Vitalparameter erfassen. Manche ermitteln sogar die Blutalkoholkonzentration – ohne zu pieksen.
(Bild: Continental)

Die Karolinska Schläfrigkeitsskala definiert Stufen, die die Müdigkeit beim Autofahren beschreiben: Drei steht für „normal wach“, sieben beschreibt eine müde Person, die aber ohne Mühe wach bleiben kann. Eine Stufe höher (8) hat die Person schon etwas Mühe, wach zu bleiben. Die vollständige Tabelle ist Teil der EU-Verordnung 2021/1341. Dort sind die Anforderungen an die Fahrerüberwachung von neu homologierten Fahrzeugen definiert. Wird beim Fahrer mindestens Stufe 8 erkannt, müssen die Fahrzeugsysteme darauf aufmerksam machen, dass eine Pause angebracht ist.

Künftig soll die Technik so gut sein, dass zusätzlich die Aufmerksamkeit des Fahrers erkannt wird. Der Blick nach vorn Richtung Straße allein reicht dann nicht mehr. Ablenkung durch ein Telefongespräch oder intensives Nachdenken muss zuverlässig erkannt werden. Ebenso der Einfluss von Alkohol, weiteren Drogen oder Medikamenten auf die Fahrfähigkeit. Die künftigen Anforderungen von Euro NCAP gehen in eine ähnliche Richtung.