Studie
Transformation der Autoindustrie könnte 190.000 Jobs kosten

Von Claus-Peter Köth 4 min Lesedauer

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Einer Prognos-Studie im Auftrag des VDA zufolge könnte die Transformation zur E-Mobilität bis 2035 etwa 190.000 Jobs kosten – wenn die Politik nicht gegensteuere.

Produktion des VW Golf im Werk Wolfsburg: Durch den Wegfall des Verbrennerantriebs werden in der Autoindustrie etwa ein Drittel weniger Beschäftigte gebraucht.(Bild:  Volkswagen AG)
Produktion des VW Golf im Werk Wolfsburg: Durch den Wegfall des Verbrennerantriebs werden in der Autoindustrie etwa ein Drittel weniger Beschäftigte gebraucht.
(Bild: Volkswagen AG)

Die Transformation zur E-Mobilität, die Digitalisierung sowie wirtschaftspolitische Unsicherheiten prägen die aktuelle Situation in der Automobilindustrie. Die Effekte auf die Beschäftigung hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) in der Studie „Beschäftigungsperspektiven in der Automobilindustrie“durch das Forschungsinstitut Prognos untersuchen lassen. Sie zeigt, welche Veränderungen in den vergangenen Jahren bereits vollzogen wurden und welche absehbaren Veränderungen noch auf die Branche und ihre Beschäftigten zukommen. Dazu wurde die Entwicklung von 700 Berufen in der Automobilindustrie ausgewertet. Demnach arbeiteten im Jahr 2023 gut 910.000 Menschen in der Branche.

Investitionen finden in anderen Regionen der Welt statt

Durch die Transformation finden große Anpassungen innerhalb der Belegschaften statt. Die Schwerpunkte verschieben sich. Klar sei, dass rund ein Drittel weniger Beschäftigte gebraucht würden, weil der elektrifizierte Antrieb weniger komplex sei als der Verbrennerantrieb, erklärte VDA-Chefvolkswirt Manuel Kallweit.