Engineering EDAG: Neuer Fahrsimulator und neuer Brennstoffzellen-Partner

Von Sven Prawitz 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

EDAG hat ein neues Simulator-Labor in Wolfsburg eröffnet. Außerdem bringen der Entwicklungsdienstleister und ein Unternehmen aus England ihr Brennstoffzellen-Know-how zusammen.

Der Dienstleister EDAG hat in Wolfsburg ein Labor mit Fahrsimulator eröffnet.(Bild:  Edag)
Der Dienstleister EDAG hat in Wolfsburg ein Labor mit Fahrsimulator eröffnet.
(Bild: Edag)

In Wolfsburg baut EDAG ein Fahrdynamiksimulationszentrum. Gruppenweit könnten dort Fahrzeuge, ihre Funktionen und ihre Fahrdynamik getestet werden, bevor das physische Fahrzeug entsteht. Das Labor soll im Mai 2024 seinen Betrieb aufnehmen.

Der Simulator im sogenannten „Zero Prototype Lab“ kommt von VI-grade. Der „DiM500“ sei der größte und leistungsfähigste kabelgebundene Simulator für Entwicklung, Racing und Forschung. Er eigne sich für Tests in den Bereichen Fahrdynamik, Fahrzeugbewegung und Fahrerinteraktion. Fahrer können in einer virtuellen Umgebung ein realistisches Fahrgefühl erleben, beschreibt EDAG.

„Das Zero Prototype Lab ist das erste Fahrdynamiksimulationszentrum seiner Art – und es steht allen Marktteilnehmern offen“, sagt Harald Keller, COO der EDAG Engineering GmbH.

Brennstoffzellensystem für EV-Skateboards

Die zweite Nachricht des Entwicklungsdienstleister betrifft die Brennstoffzellen-Technik. EDAG arbeitet bereits seit einigen Jahren an einem Wasserstoffspeicher. Dieser soll in einem gemeinsamen Projekt mit Bramble Energy mit einer neuartigen Brennstoffzelle kombiniert werden.

Bildergalerie

Das britische Unternehmen hat eine Leiterplatten-Brennstoffzelle entwickelt – auch „PCB FC“ genannt. Beide Unternehmen wollen nun digitale Modelle entwerfen, die einen Brennstoffzellenstapel sowie das gesamte Systemlayout umfassen. Letzteres bestehe aus Batterien, Wasserstoffspeicher und Brennstoffzellenstapel mit wichtigen sogenannten Balance-of-Plant-Komponenten, also zum Beispiel Pumpen, Dichtungen oder Befeuchter.

Bramble und EDAG wollen eine Designstudie entwerfen und mittels Simulation deren Machbarkeit nachweisen. Den Rahmen bilden die Vorgaben von Pkws und leichten Nutzfahrzeugen. Weiter soll der FC-Stack mindestens eine Ausgangsleistung von 40 kW haben.

Die Brennstoffzelle und der Speicher (700 bar) sollen für Skateboard-Varianten in Höhe und Breite skalierbar sein. Weitere Parameter sind typische Spannungsniveaus von 400 V oder 800 V und eine Kühlung, die ohne deionisiertes Wasser auskommt.

Andreas Viehmann, Leiter des Innovationsbereichs Antriebs- und Speichertechnologien bei EDAG, ist überzeugt: „Die PCB-FC-Technik bietet genau die Flexibilität und Modularität, um alle Potenziale in Bezug auf intelligentes Packaging, maximierte Leistung und kundenspezifische Anpassung auszuschöpfen.“

Über Bramble Energy

Bramble Energy wurde im Jahr 2016 von Tom Mason in den Forschungslabors des Imperial College of London und des University College of London mitbegründet. Das Kern-Know-how sind das Design und die Fertigungstechniken für eine Leiterplatten-Brennstoffzelle (printed circuit board, pcb). Diese soll in fast allen Leiterplattenfabriken weltweit hergestellt werden können.

(ID:49804785)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung