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Vibracoustic Elastische Gelenkscheibe

| Redakteur: Bernd Otterbach

Vibracoustic hat die Produktion eines elastische Gleichlaufgelenks (EGG) gestartet. Sie soll den Automobilherstellern eine Alternative zu gummierten Gelenkscheiben bieten.

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Das elastische Gleichlaufgelenk wird an der Gelenkwelle verbaut und sorgt bei Allrad- und heckangetriebenen Fahrzeugen dafür, dass die Längswelle, das Hinterachsgetriebe und die Hinterachse von den Drehungleichförmigkeiten des Verbrennungsmotors abgekoppelt werden. Es kommt genau dort zum Einsatz, wo vom Getriebe die Motorleistung auf die Längswelle übertragen und damit das Auto in Bewegung gesetzt wird. Das elastische Gleichlaufgelenk entkoppele auftretende Störgeräusche und Vibrationen optimal, teilte Vibracoustic am Dienstag mit.

Das Bauteil muss neben der Entkopplung und Drehmomentübertragung auch einen möglichen axialen und kardanischen Wellenversatz aufnehmen. Durch eine zweite Gummispur in den Einzelbuchsen werden die Bewegungen entlang der Achse und der Winkelausgleich voneinander getrennt.

Auf die Fahrsituation einstellbar

Eine weitere Besonderheit ist der Luftspalt zwischen äußerer Gummispur und Aluminiumträgerkörper. Mit dem EGG lassen sich so die Schwingungen bei unterschiedlichen Drehmomenten gut entkoppeln. Damit sei es genau auf die Anforderungen in der jeweiligen Fahrsituation einstellbar, teilte das Weinheimer Unternehmen weiter mit. Probleme, wie etwa Schlagschraubergeräusche bei niedertouriger Beschleunigung, sollen nicht mehr auftreten. Zusätzlich ist das elastische Gleichlaufgelenk laut Vibracoustic kostengünstiger und flexibler im Einsatz. Denn auch bei verändertem Teilkreisdurchmesser der Verschraubungsbohrungen könnte die Buchsengeometrie unverändert beibehalten werden.

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