SDV Elektrobit definiert Cockpit-Entwicklung neu – und stellt Tier-1-Modell infrage

Von Sven Prawitz 4 min Lesedauer

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Elektrobit stellt auf der CES ein fertiges Cockpit-System vor, das Hersteller frei anpassen können. Dahinter steht ein bekannter Ansatz: Software- und Hardware-Entwicklung werden voneinander getrennt.

Elektrobit arbeitet an einer neuen Architektur für Cockpit-Systeme.(Bild:  Elektrobit)
Elektrobit arbeitet an einer neuen Architektur für Cockpit-Systeme.
(Bild: Elektrobit)

Die Autoindustrie verbrennt Geld bei der Cockpit-Entwicklung. Diese Diagnose stellt Christoph Herzig, seit Juli 2024 Vertriebs- und Marketingchef von Elektrobit, im Gespräch mit »Automobil Industrie«: „Teilweise werden die Anforderungen der Konsumenten überhaupt nicht berücksichtigt.“ Das gelte nicht nur für europäische Hersteller, sondern fast überall – selbst in China, wo „vieles über Brute-Force-Ansätze“ gelöst werde. Was Herzig damit meint: viel Software, viele Menschen, kurze Zeit, aber keine nachhaltigen Plattformen.

Mit „EB Civion“ präsentierte der Softwarespezialist auf der CES in Las Vegas Anfang 2026 eine Antwort: ein Ready-to-Customize Cockpit-System, das die Entwicklungszeit drastisch verkürzen und gleichzeitig das traditionelle Tier-1-Geschäftsmodell herausfordern soll.