Actuator 2012

Fachausstellung präsentiert Aktoren für den Automobilbau

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Kurzinterview mit Francesco Butera (Business Manager SMA bei SAES Getters)

Francesco Butera, Business Manager SMA bei SAES Getters
Francesco Butera, Business Manager SMA bei SAES Getters
(Actuator Solutions)

Welche anderen Antriebe können SMA-Aktoren ersetzen?

SMA-Aktoren eignen sich als Alternative zu Wachsaktoren und zu Gleichstrommotoren. Das Faszinierende ist der einfache Aufbau und die zuverlässige Funktion. In Verbindung mit einer Steuerung ist es sogar möglich, Bewegungen proportional zum Strom zu erzielen. Der Formgedächtnisdraht kann dabei zusätzlich die Funktion eines Positionssensors übernehmen, da sein elektrischer Widerstand im Zuge der Formveränderung variiert.

Können Sie eine Vorstellung geben, welche Kräfte und Hübe SMA-Aktoren erbringen können?

Der Hub beträgt proportional zur Länge des SMA-Drahtes typischerweise 4 bis 5 Prozent, die Kraft wiederum liegt abhängig von der Drahtoberfläche üblicherweise bei 250 bis 350 Megapascal. Ein Draht mit einem Durchmesser von einem Zehntelmillimeter und 100 Millimeter Länge erzeugt also einen Hub von 4,5 Millimeter und entwickelt beim Ziehen eine Kraft von 2,5 Newton. Das entspricht dem 50-fachen seines Gewichts.

Welche Synergieeffekte werden freigesetzt, wenn bestehende Antriebslösungen im Automobilbau durch SMAs ersetzt werden?

Neben der Reduktion der mechanischen Komplexität und der Baumaße versprechen SMA-Aktoren ein breites Spektrum an Vorteilen: die Zuverlässigkeit; die Leistungsdichte und Flexibilität; die niedrigen Herstellkosten, die lautlose Arbeitsweise; die Funktionsbereitschaft in rauer Umgebung und die Abstinenz hinsichtlich elektromagnetischer Emissionen.

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