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Volkswagen Fügeverfahren von Pkw-Dächern ausgezeichnet

| Redakteur: Thomas Günnel

Volkswagen hat auf der Kunststoffmesse Düsseldorf den SPE Innovation Award 2013 erhalten. Der Preis würdigt eine neuartige Dachglocke aus karbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK), die im Fügeprozess für Dächer eingesetzt wird.

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Dr. Martin Goede, Leiter Technologieplanung und -entwicklung (l.), und Dr. Hansjörg Kurz, Leiter Technologieentwicklung und Produktionsprozesse (2. v.l.), nahmen den SPE Innovation Award für Volkswagen entgegen.
Dr. Martin Goede, Leiter Technologieplanung und -entwicklung (l.), und Dr. Hansjörg Kurz, Leiter Technologieentwicklung und Produktionsprozesse (2. v.l.), nahmen den SPE Innovation Award für Volkswagen entgegen.
(Foto: Volkswagen)

Dr. Martin Goede, Leiter Technologieplanung und -entwicklung, und Dr. Hansjörg Kurz, Leiter Technologieentwicklung und Produktionsprozesse, nahmen die Auszeichnung am 14. Oktober 2013 für Volkswagen entgegen.Die faserverbundspezifischen Eigenschaften des Kunststoffs wurden bei der neuen Dachglocke so genutzt, dass ihr Gewicht – bei gleicher Genauigkeit und höherer Prozessgeschwindigkeit – 73 Prozent unter dem bisheriger Dachglocken liegt. Dadurch reduziert die CFK-Dachglocke den Energieverbrauch um 40 Prozent und parallel auch die CO2-Emissionen. Bis zum Jahr 2018 will das Unternehmen in der Produktion wichtige Umweltkennzahlen wie den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen um 25 Prozent senken, verglichen mit dem Jahr 2010.

Flexiblere Produktion

Die modular aufgebaute CFK-Dachglocke ermöglicht außerdem eine flexiblere Produktion: Beim herkömmlichen Ablauf im Karosseriebau wird das zu fügende Pkw-Dach über eine Dachglocke auf die Karosserie aufgesetzt und fixiert. Für jede Pkw-Dachvariante ist eine individuell abgestimmte Dachglocke notwendig. Die im Karosseriebau des Golf VII bereits seit dem Jahr 2012 eingesetzte CFK-Dachglocke ist nun auch auf andere Konzernmodelle übertragbar. Zudem kann durch das neue Verfahren die komplette Portalanlage eingespart werden. Stattdessen kommen deutlich wirtschaftlichere Industrieroboter zum Einsatz. Das beschleunigt laut Volkswagen den Fertigungsprozess und ermöglicht es, doppelt so viele Dachvarianten ohne Umrüstung zu fügen. Der Preis ist bereits der zweite, den Volkswagen für das Fügeverfahren erhält. Bereits im September erhielt die Leichtbau CFK-Dachglocke mit dem AVK (Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V.) Innovationspreis 2013 in der Kategorie Produkt eine erste Auszeichnung.

Preis für ressourcenschonende Produktion

Einen weiteren Preis für die ressourcenschonende Produktion erhält Volkswagen – im speziellen Fall das Werk in Zwickau – bei der Preisverleihung des Lean&Green-Award am 5./6. November in Stuttgart Feuerbach beim Lean&Green-Award der Fachzeitschriften Automobil Industrie und Maschinenmarkt.

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