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IFA Rotorion Gelenkwellen für Porsche

| Redakteur: Bernd Otterbach

IFA Rotorion aus Haldensleben liefert für den Porsche Cayenne eine entwickelte Leichtbaugelenkwelle. Sie soll das maximale Drehmoment des V8-Motors von 500 Newtonmeter ohne Verlust übertragen.

„Wir können bei dieser Hightech-Welle von einer Weltneuheit sprechen“, sagt Gerald Langer, Entwicklungschef von IFA Rotorion. Die Hightech-Gelenkwelle, deren Entwicklung in Haldensleben zwei Jahre dauerte, wird beispielsweise vorne und hinten gesteckt und spart so insgesamt zwölf Verschraubungen. Ein um 25 Prozent verbessertes Unwuchtverhalten sorge für ruhigen Lauf und verbesserte Akustik bei maximaler Leistung und Drehzahl, so Langer weiter.

Neu ist auch der IFA-Rollenausgleich, durch den im Gelände keine Leistung mehr verloren gehen soll. Fährt ein Fahrzeug mit einer Kardanwelle nach dem alten Stand der Technik abseits befestigter Straßen, ändert sich beim Ein- und Ausfedern die Länge der Welle. „Das kostet Kraft und belastet alle Lager des Antriebsstranges über Gebühr“, sagte Langer. Der neue IFA-Rollenausgleich verschiebe sich hingegen auf Kugeln und lasse zu, dass das volle Drehmoment übertragen wird. So soll deutlich weniger Leistung verloren gehen.

Hoher Wirkungsgrad

Die Leichtbaukardanwelle erreicht laut Langer einen sehr hohen Wirkungsgrad und hat auch akustisch Vorteile. Sie ist komplett abgedichtet und erfüllt so ihre volle Funktion auch bei Flussdurchfahrten oder bei Stillstand im Wasser. „Sie ist 15 Prozent leichter als das bisher eingesetzte Produkt“, so Langer weiter. Im vergangenen Jahr hat der Zulieferer aus Sachsen-Anhalt rund 100.000 Einheiten der neuen Gelenkwelle ausgeliefert.

Aus der IFA-eigenen Entwicklung stammen auch kleine kompakte Gelenke, die in der Welle verbaut werden. Das soll das eigene Trägheitsmoment senken und den Wirkungsgrad verbessern. Bei einem Unfall kollabieren die Gelenke und die Rollenausgleiche, sodass sich die gesamte Welle wie ein mehrstufiges Teleskop zusammenschiebt.

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