Wirtschaft Geschäftsklimaindex der Zulieferindustrie im freien Fall
Das Geschäftsklima der deutschen Zulieferindustrie ist im März eingebrochen und auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gesunken.

Die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) hat ihren Geschäftsklimaindex für den Monat März veröffentlicht. Dieser ist laut ArGeZ auf den tiefsten Stand seit August 2009 gefallen. Einige Kunden der Zulieferindustrie, insbesondere die OEMs, haben bereits in Folge der Ausbreitung des Coronavirus, der einhergehenden Schutzmaßnahmen und der eingebrochenen Nachfrage ihre Produktion in Europa eingestellt und Kurzarbeit angemeldet.

Dies treffe die deutsche Zulieferindustrie stark, heißt es in einer Mitteilung des Verbands. Wie groß die Folgen der Pandemie sein werden, sei kaum zu prognostizieren und hänge vorrangig von Länge und Umfang der gesundheitlichen Schutzmaßnahmen ab. Die ArGeZ appelliert an Solidarität, Partnerschaften und konkrete Unterstützungen des Staates, um die Krisenzeiten zu überstehen und die betrieblichen Herausforderungen zu meistern.
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Über den Geschäftsklimaindex
Der Geschäftsklimaindex Zulieferindustrie wird von der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut, München, ermittelt. Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unternehmen und deckt die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie zusammengeschlossenen Branchen Gießerei-Industrie, Aluminiumindustrie, Kunststoffverarbeitung, Stahl- und Metallverarbeitung, NE-Metall-Industrie, Kautschukindustrie sowie technische Textilien ab.
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