Analyse Japans Autohersteller: „Die Saat der Stärken liegt in den Schwächen“

Von Tina Rumpelt 4 min Lesedauer

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Jedes dritte weltweit verkaufte Auto trägt das Logo eines japanischen OEMs. Japans Autoindustrie ist modern, effizient und trotzdem in sehr traditionellen Strukturen verhaftet. Stärke oder Schwäche? Berater Seiichi Tamura hat die Antwort.

Toyotas erstes batterieelektrisches Fahrzeug, das SUV BZ4X, ist nach einer Verzögerung seit Anfang 2023 nun auch in Europa verfügbar.(Bild:  Toyota/Jayson Fong)
Toyotas erstes batterieelektrisches Fahrzeug, das SUV BZ4X, ist nach einer Verzögerung seit Anfang 2023 nun auch in Europa verfügbar.
(Bild: Toyota/Jayson Fong)

Herr Tamura, was sind die Stärken der japanischen Autoindustrie – und was ihre Schwächen?

Bei Unternehmensstrategien sind Stärken und Schwächen zwei Seiten derselben Medaille. Jede Stärke in der einen Situation ist eine Schwäche in der anderen, und die Saat der Stärken liegt in den Schwächen. Die Stärken der japanischen Automobilindustrie sind ihre „Monozukuri“-Fähigkeiten. (Anm. d. Redaktion: Monozukuri steht für „Dinge herstellen“ oder „Handwerkskunst“; es beinhaltet die Überzeugung, dass man, um Dinge herzustellen, vor allem die Menschen und ihre Fähigkeiten benötigt.) Im industriellen Kontext bedeutet das: Fertigungskompetenz, Kostenwettbewerbsfähigkeit sowie die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit und Wertschöpfung, die diesen Stärken zugrunde liegen.