Chipkrise Japans Autobauer weiter besorgt

Quelle: dpa

Der Tankan-Bericht gilt als wichtigstes Tool zur Konjunkturprognose in Japan. Der entsprechende Index für die heimische Automobilindustrie hat sich zuletzt nach unten bewegt.

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Harrier-Montage im Toyota-Werk Takaoka.
Harrier-Montage im Toyota-Werk Takaoka.
(Bild: Hersteller)

Die Lieferkrise bei Elektronik-Bauteilen bereitet der japanischen Automobilindustrie weiter Sorgen. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Quartalsumfrage („Tankan“) der japanischen Notenbank hervorgeht, sank der darin ermittelte Stimmungsindex für die Autobauer um Branchenprimus Toyota zwischen September und Dezember um einen Punkt im Vergleich zum Vorquartal auf minus acht.

Ein negativer Index bedeutet, dass die Pessimisten in der Branche in der Mehrheit sind. Branchenübergreifend verharrte der Stimmungsindex für die gesamte Großindustrie des Landes bei plus 18, nachdem sich die Stimmung in den fünf vorangegangenen Quartalen aufgehellt hatte.

Optimismus im Dienstleistungssektor

Japans Automobilindustrie, die das Rückgrat der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt darstellt, hatte wegen fehlender Zulieferteile und Halbleiter-Engpässen die Produktion in den vergangenen Monaten drosseln müssen. Dagegen hellte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor des Landes nach der Aufhebung des Corona-Notstands im Oktober weiter deutlich auf und liegt jetzt wieder auf dem Niveau vor Beginn der Pandemie, wie der Tankan zeigt.

Der Index für die nicht produzierenden Unternehmen stieg der Quartals-Umfrage zufolge zum Dezember auf plus neun nach plus zwei im September. Damit verbessert sich die Stimmung in den Manageretagen dieser Unternehmen seit nunmehr sechs Quartalen, wenngleich die Erholung weiterhin hinter der in der Großindustrie hinterherhinkt.

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