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Conti Kombination von Sensoren und GPS-Daten

| Redakteur: Bernd Otterbach

Mit einer Fusion von Fahrdynamiksensoren und GPS-Daten will Continental zukünftig eine fahrstreifengenaue Positionsbestimmung von Fahrzeugen ermöglichen.

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Der neue Sensor M2XPro (Motioninformation 2 X Provider) stellt anderen Steuergeräten mit Hilfe eines Fusionsalgorithmus Bewegungsinformationen des Fahrzeugs sowie eine Zeitbasis zur Verfügung. Eine exakte Positionsbestimmung ist insbesondere für Car2X-Kommunikation eine wichtige Voraussetzung – Fahrdynamiksensoren oder GPS allein boten bisher noch kein vergleichbares Maß an Präzision und Zuverlässigkeit, zum Beispiel weil die GPS-Verbindung an Brücken oder Hochhäusern teilweise gestört wird.

„Da für alle Car2X-Aktivitäten die genaue Position des Fahrzeugs benötigt wird, sind wir mit dem M2XPro in der Entwicklung von Car2X-Systemen einen wichtigen Schritt vorangekommen“, sagte Dr. Peter Rieth, Leiter Systems & Technology bei der Continental-Division Chassis & Safety.

Einfache Integration ins Fahrzeug

Viele Fahrdynamiksensoren wie Inertialsensoren für Beschleunigung und Drehraten, Raddrehzahlsensoren und Lenkwinkelsensoren sind heute bereits in Fahrzeugen mit ESC-Ausstattung vorhanden und erfassen die Bewegung des Fahrzeugs. Dadurch lässt sich die relative Position präzise bestimmen.

M2XPro verbindet diese Sensordaten mit GPS-Daten, die als externe Referenz zur absoluten Positionsbestimmung dienen. Die Sensorfusion im M2XPro plausibilisiert alle fahrdynamischen Daten des eigenen Fahrzeugs und stellt sie anderen Steuergeräten zur Verfügung. Durch diese Redundanz soll sich die Qualität der bereitgestellten Daten verbessern. Da der M2XPro so ausgelegt ist, dass er bereits im Fahrzeug vorhandene Sensoren nutzt und zusätzlich mit GPS-Daten vernetzt, kann er laut Conti einfach in bestehende Fahrzeugarchitekturen integriert werden.

Kombination mit dem „Intelligenten Antennen-Modul“

Momentan liegt eine Konzeptstudie des neuen Sensors vor, die in Prototypfahrzeugen erfahrbar ist. Bis 2015 soll M2XPro weiterentwickelt, sodass der Sensor in den ersten Car2X-Systemen eingesetzt werden kann. Dafür kombiniert der Zulieferer den Sensor mit dem hauseigenen „Intelligenten Antennen-Modul“: So werden die genauen Fahrzeugdaten nicht nur den fahrzeugeigenen Systemen zur Verfügung gestellt, sondern können auch an die umgebende Infrastruktur gesendet werden. „Mit der Kombination aus lediglich zwei Komponenten – dem M2XPro und dem Intelligenten Antennen-Modul – ermöglichen wir ein kostengünstiges Car2X-System und zeigen gleichzeitig die Systemintegrationsmöglichkeiten innerhalb des Konzerns“, so Rieth weiter.

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