Kunststoffe Licht ist das neue Chrom

Von Gerald Scheffels 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Bei den Zierteilen sind es Kunststoffe, die zum Leuchten gebracht werden, und auch bei Front- und Rückscheinwerfern sind sie der dominierende Werkstoff. Auf der K 2025 gab es viele Beispiele zu sehen.

Komplexes Design, einfache Produktion: Beim Frontscheinwerfer „Front-IQ Light“ wird eine Folie dank Colorform-Technologie direkt im Werkzeug dreidimensional verformt. (Bild:  Leonard Kurz)
Komplexes Design, einfache Produktion: Beim Frontscheinwerfer „Front-IQ Light“ wird eine Folie dank Colorform-Technologie direkt im Werkzeug dreidimensional verformt.
(Bild: Leonard Kurz)

Das hat Tradition auf der K-Messe in Düsseldorf: Innovationen werden direkt vor Ort produziert; die gesamte Wertschöpfungskette vorgestellt. Etwa auf dem Stand von Leonard Kurz. Dort entstand auf einer über zwölf Meter langen Anlage von Krauss Maffei, die komplette Blende eines Frontscheinwerfers – in einem 3K-Prozessschritt, mit Dekorationselementen und einer im sogenannten Color-Form-Verfahren aufgebrachten Polyurethan-Oberfläche.

Die Technik erlaubt die Herstellung von Bauteilen aus drei Kunststoffen – mit blickdichten und mit transparenten Teilbereichen, bei Bauteilgrößen von bis zu zwei Metern und ohne vorgelagerte Tiefziehprozesse – mit einer Zykluszeit von unter 120 Sekunden. Als Kunststoffe kommen transparentes PC, schwarzes ABS/PC und eine PUR-Schicht zum Einsatz, mit der das dekorierte Modul am Ende überflutet wird. Zu den besonderen Eigenschaften des Scheinwerfers gehört ein Selbstheilungseffekt bei feinen Kratzern. Und die Designfreiheit der Color-Form-Technik ist groß: Brillante Tiefeneffekte und individuelle Dekore entstehen direkt im Werkzeug.