Level 3 Mercedes-Benz darf hochautomatisiertes Fahren in Peking testen

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

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Mercedes-Benz darf auf ausgewählten Strecken in Peking sein Level-3-System testen. Unterdessen startet in wenigen Wochen die Auslieferung der Technik in den USA.

Mercedes-Benz hat eine offizielle Genehmigung erhalten und darf hochautomatisierte Fahrsysteme nach Level 3 in Peking testen.(Bild:  © Mercedes-Benz AG)
Mercedes-Benz hat eine offizielle Genehmigung erhalten und darf hochautomatisierte Fahrsysteme nach Level 3 in Peking testen.
(Bild: © Mercedes-Benz AG)

Mercedes-Benz hat am 16. Dezember in Peking die Genehmigung zum Testen hochautomatisierter Fahrsysteme nach Level-3 erhalten. Wie der Hersteller mitteilt, sollen nun entsprechende Assistenzsysteme auf ausgewiesenen Autobahnen erprobt werden.

Seit dem Jahr 2021 testet und validiert Mercedes das System in China. Das lokale Entwicklerteam passt es an Chinas spezifische Verkehrszeichen, Markierungen, Baustellen und Sonderspuren wie Busspuren an. Außerdem verbessert es Logik, Algorithmen und Parameter für Szenarien wie das Einscheren von Fahrzeugen.

In den vergangenen Jahren hat Mercedes-Benz neue Forschungs- und Entwicklungszentren in Peking und Schanghai errichtet. Bis Ende 2023 soll das F&E-Team in China auf 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wachsen.

Der Autobahnpilot von Mercedes

Das Level-3-System „Drive Pilot“ ist seit Anfang 2022 in Deutschland zugelassen. Mittlerweile verfügt Mercedes eigenen Angaben zufolge über eine international gültige Systemzulassung für hochautomatisiertes Fahren (SAE-Level-3) und ein fahrerloses Parksystem (SAE-Level-4). Neben Deutschland darf der OEM Fahrzeuge mit diesen Systemen auch in Kalifornien und Nevada verkaufen.

Das System wird in den beiden US-Bundesstaaten laut Mercedes ab Anfang 2024 in den Modellen EQS Limousine und S-Klasse ausgeliefert – allerdings als Sonderausstattung.

Neben der Sensorik des Fahrassistenz-Pakets beinhaltet das Drive-Pilot-System zusätzliche Sensoren, wie einen Lidar-Sensor, eine Stereokamera in der Windschutzscheibe, eine Mehrzweckkamera in der Heckscheibe, Mikrofone die zum Beispiel ein Martinshorn erkennen und einen Feuchtigkeitssensor im vorderen Radkasten. Darüber hinaus verfügen die Fahrzeuge über redundante Lenk- und Bremssysteme sowie ein redundantes Bordnetz.

Maximal 130 km/h erst zum Ende der 2020er Jahre

Bei der Systemauslegung geht Mercedes-Benz Schritt für Schritt vor. Bis zum Ende dieses Jahrzehnts will der Hersteller die Verfügbarkeit auf der Autobahn auf bis zu 130 km/h ausweiten. In der Zwischenzeit gibt es als Zwischenstufe in Deutschland ein System, das 90 km/h ermöglicht – wenn man einem vorausfahrenden Fahrzeug auf der Autobahn folgt.

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